Ulrike Junge - Kitafachberatung

Shownotes

Kurz zusammengefasst In dieser Folge sprechen wir mit Ulrike Junge – Kitafachberatung bei uns im Verband. Du erfährst, welche Rolle sie für unsere Kitas und deren Mitarbeitende spiel und wie wichtig es ist, in die Schuhe des anderen schlüpfen zu können. Aber auch Grenzen zu setzten und sich seiner eigenen Grenzen bewusst zu werden.

Wozu eine Kitafachberatung Als großer Träger für Kitas im Raum Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming ist es wichtig, dass sich Mitarbeitende und Kitaleitungen vertrauensvoll an eine Person wenden können, die ihre Probleme nicht nur versteht, sondern auch in die Einrichtungen fährt, sich Zeit nimmt und hilft, dort, wo es Not tut. Sich rückzuversichern, ist hier an dieser Stelle so in Ordnung, wie ich das mache. Doch auch Ausbildungen, Reflektionen und Fortbildungen bietet Ulrike an. Angepasst an die Bedürfnisse unserer Einrichtungen. Welche das sind, findest du hier: Unsere Einrichtungen

Ulrike und die Auszubildenen Ulrike hat in ihrer Karriere viele Wege eingeschlagen. Unter anderem war sie Pastorin und hat eine Beraterinnenausbildung absolviert. Als spätere Kitaleitung fiel ihr dann auf, wie ungünstig teilweise Rahmenbedingungen für Auszubildende in der Kita waren. Heute arbeitet sie engmaschig mit unseren Auszubildenden zusammen und hilft ihnen durch ihre Lehrzeit. Du interessierst dich für eine Ausbildung im Bereich Kita? Dann schau gerne in unsere Stellenanzeigen: Ausbildung bei den Johannitern

Wenn du unseren Verband näher kennenlernen möchtest, findest du hier mehr Informationen: Johanniter.de

Du interessierst dich für eine Stelle oder ein Ehrenamt bei uns? Gar kein Problem, hier entlang: Mitarbeiten und Lernen

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zur zweiten Folge von Gute Unterhaltung.

00:00:03: Mein Name ist Christine und ich lade mir regelmäßig Kollegen aus unserem Verband ein, damit wir gemeinsam hinter die Kulissen ihre

00:00:11: Arbeit

00:00:11: blicken können.

00:00:12: Schön, dass du auch mit dabei bist!

00:00:14: Heute zu Gast ist Gider Fachberatung

00:00:16: Ulrike Junge Weil ich wusste, man braucht keinen Abitur

00:00:21: um diesen

00:00:21: Beruf zu erlernen und ich bin nicht sehr gerne in die Schule gekommen.

00:00:23: Ja mein ganzes Umfeld hat gesagt, sie wird jetzt hier sein.

00:00:26: Ich finde es ist eine sinnvollste Fortführung alles dessen was ich vorher gemacht habe.

00:00:30: Wünschte mir, es wäre auch ein Teil von mir mal einfach was hinzuschmeißen.

00:00:34: Lernende auszubildende Praktika in den Kitas gemacht aber die Kitas selber waren gar nicht dafür

00:00:40: ausgebildet.

00:00:41: Aber wenn eine Erzieherin super mit ihrer Stimme arbeiten kann dann macht

00:00:45: ihr das vielleicht

00:00:46: intuitiv und weiß gar nicht wie sie taubert damit.

00:00:49: Es ist immer in meiner Verantwortung zu merken, wenn ich überfordert bin um meine Grenze zu benennen und Stopp zu machen aber ob das noch mehr lernt.

00:00:57: Ich finde, es stinkt langweilig.

00:00:59: gesetzte Texte zu mir.

00:01:00: Es hat auch Familien gegeben, die dann gesagt haben.

00:01:04: Wir sind ehrlich gesagt nur gekommen weil wir woanders keinen Platz bekommen.

00:01:07: Aber ihr seid gar nicht so schlimm!

00:01:08: Ihr seid ganz normal!

00:01:12: Ja, super... ich habe gestern bzw.

00:01:15: ein bisschen gestern aber grundsätzlich mich im Büro ein bisschen ungehört.

00:01:21: Ich habe gedacht was denken andere von Ulrike?

00:01:27: würde so ein kleiner Park sein.

00:01:29: Also ich fand das der Sache ganz charmant, eigentlich dachte ich, wir haben uns schon so oft gut unterhalten wo man manchmal ja auch Dinge erfährt oder ... Aber du hast einen ganz tollen Blick aufs Leben!

00:01:42: Das ist mir persönlich ganz oft aufgefallen.

00:01:45: So über Kinder unterhalten oder sonst was bin ich immer auch schön.

00:01:48: Man wird natürlich auch betrachten und da dachte ich bestimmt auch... anderen Kollegen so gehen und hat mich halt einmal ein bisschen durchgeschlängert.

00:01:56: Und dachte, vielleicht hat ja noch der eine oder andere Palette Sachen zu sagen oder kennt ein toller Anekdote oder noch irgendwie ein paar Tipps, dachten sie, wie ich über dich noch nicht wusste.

00:02:08: Das ist sehr spannend!

00:02:09: Du warst erweitert?

00:02:11: Aber bevor wir anfangen, vielleicht sagst du einfach mal in ein zwei Satz, wer du bist, warum sitzt du heute hier?

00:02:19: Stell dich doch mal vor.

00:02:22: Okay, also ich bin Ulrike Junge.

00:02:24: Zweiundfünfzig Jahre alt.

00:02:26: Verheiratet in Zweiter Ehe.

00:02:30: Habe zwei Töchter, fünfzehn und achtzehn Jahre alt Und zwei Kinder hat mein Mann mit in die zweite Ehe gebracht.

00:02:40: Die sind elf und zwanzig Genau Aber die sind nicht immer, wohnen nicht bei uns Ja und dann bin ich, also ich bin eigentlich ein richtiges Westkind.

00:02:56: Tief im Westen geboren, wo die Sonne verstaubt.

00:02:59: Bochum Grönemeyer mein Ort.

00:03:05: Und bin aber schon Mitte zwanzig nach Berlin gezogen und lebe seit achtzehn Jahren in Bad Belzig mit meiner Familie.

00:03:17: Ich

00:03:19: habe im Westen gewohnt, im Wedding und hab ganz viel im Osten gearbeitet.

00:03:23: Ah ja?

00:03:24: Das hattest du ja schon mal angedeutet, dass du mehr im Oston gearbeitet hast in deiner Tätigkeit als im Weste.

00:03:30: Obso

00:03:30: du da gelernt hast.

00:03:32: Genau!

00:03:32: Da habe ich gelernt...in Berlin habe ich nicht.

00:03:34: Also genau, ich habe Erzieherinnen gelernt als ganz junge Frau, deshalb auch die Schule beendet, weil ich wusste man braucht keinen Abitur um diesen Beruf zu erlernen und ich bin nicht sehr gerne in die Schule gegangen.

00:03:48: Das hat mich da viel viele Jahre durchgequält Und dann ja mein ganzes Umfeld hat gesagt, die wird erziehren.

00:03:57: also bin ich erziehern geworden aber schon während der ersten Wochen.

00:04:03: eigentlich habe ich gedacht, ich will Theologie studieren.

00:04:06: Ich will ja gar nicht erziehren werden.

00:04:08: und in der Ausbildung?

00:04:10: Genau.

00:04:11: Damals gab es noch so dass man einen Vorpraktikanten Jahr machen musste weil ich war eben dann noch sehr jung und die Erzieherausbildung konnte man schon damals im Westen nicht einfach so machen.

00:04:23: Man musste entweder das Abitur haben oder ein Jahr lang ein Vorpaktikum machen und dann hab' ich ein Jahr lange in der Kita gearbeitet paar Wochen war, nicht weil mir das nicht gefallen hat.

00:04:34: Das hat mir total gefallen.

00:04:36: aber da habe ich gemerkt wenn dann endlich so der Druck von Schule und einem so weg war hab ich gedacht doch eigentlich will ich Theologie studieren oder was würde ich machen?

00:04:46: Dann hatte ich mich schon beworben an einem anderen Gymnasium also nicht mehr das gleiche Gymnasien wo ich vorher war weil es da eben nicht so schön war für mich um doch noch das Abitur zu machen, aber dann habe ich gesehen.

00:05:00: Also eigentlich die Pädagogik, das entspricht mir auch und ich mache erst mal meine Erzieherausbildung und danach kann ich immer noch Theologie studieren.

00:05:13: Hast du es noch gemacht?

00:05:14: Ich habe dann gemeinde Pädagogik studiert.

00:05:17: Ich habe also meine Erzieherausbildung gemacht, hab meinen Anerkennungsjahr gemacht zu einem evangelischen Seminar für Gemeindepädagogik gewechselt und habe dort eine gemeindepädagogische Ausbildung gemacht.

00:05:34: Und hab dann in Berlin ganz viele Jahre als Pastorin

00:05:39: gearbeitet.

00:05:40: Das habe ich schon erfahren?

00:05:41: Ja!

00:05:42: Also nicht, dass du in Berlin gearbeitet hast aber das du als pastorin tätig warst.

00:05:47: War das hauptberuflich

00:05:48: oder quasi?

00:05:50: Das heißt, du hast dann quasi mal die zwei Sachen, die so ein bisschen mitspielen als Zieberinnen oder Pädagogin und Theologie.

00:05:57: Und dann hast du den Wechsel immer wieder gehabt.

00:06:00: Also wann kamst du denn Schluss?

00:06:01: endlich zu dem Schluss?

00:06:03: Ich leg jetzt doch wieder das PastorInnen ab und wechsle in den Kindergartenbereich.

00:06:09: Das war... also ich habe meine erste Tochter geboren.

00:06:17: Da war dann klar, als die Elternzeit sich so dem Ende neigt und dann kam meine zweite Tochter.

00:06:26: Da war für mich die Frage, will ich im Freizeitbereich meiner Kinder arbeiten?

00:06:33: Nachmittagsabend, Wochenende... da war mir ganz klein, nein das möchte ich nicht!

00:06:40: Ich habe dann in meiner Elternzeit einen Fernstudium Erziehungs- und Entwicklungsberatung gemacht, weil ich dachte, ich will ganz gerne auch in die beratende Richtung gehen.

00:06:52: Das wollte ich schon länger... Also ich hab überhaupt nicht über Erzieherinnen nachgedacht.

00:06:57: Das war irgendwie wie ein altes Leben und das hatte nichts mit meinem neuen Leben zu tun.

00:07:03: aber ich hab gedacht, dass ist trotzdem irgendwie so'n Bereich Und da haben wir darüber nachgedacht in so einem kleinen Kreis hier, ob wir nicht eine Kita selber gründen.

00:07:18: Ich habe gedacht für meine Kinder tatsächlich, wobei... dann schon klar war, meine Kinder werden davon nicht mehr profitieren.

00:07:27: Aber ich hab gedacht auch nicht da dass ich dort als Erzieherin arbeiten werde sondern ich dachte eigentlich okay, da könnte man also so Familienberatung mit anschließen.

00:07:36: das wäre jetzt so.

00:07:37: meine Gelegenheit

00:07:39: verstehe

00:07:40: und dann hat sich es aber so ergeben das natürlich dann irgendwann der Kreis gefragt hat ja Mensch Ulrike schreibst vielleicht nicht nur die pädagogische Konzeption.

00:07:50: könntest du dir vorstellen die Leitung zu übernehmen?

00:07:52: Ja, das konnte ich mir nicht vorstellen.

00:07:55: Weil ich für so viele Jahre was anderes gemacht habe, zwar im Kinder- und Jugendbereich immer meinen Schwerpunkt hatte auch als ich etwas so ingearbeitet hab aber ... Ich dachte ja einfach keine Ahnung, ich kann keine Kita leiten wenn ich keine Ahnungen hab von dem wie es da drin aussehen soll... Und hab dann als Erzieherin in einer Krippe angefangen zu arbeiten um rauszufinden

00:08:16: ist das... Aber in eine andere Einrichtung?

00:08:18: Oder ist es dann möglich?

00:08:19: Ja!

00:08:19: Das war Stadt Brandenburg Auch eine relativ junge Kita, die war erst ein Jahr lang gegründet gewesen.

00:08:26: Wo ich auch dachte das sind interessante Erfahrungen und da kann ich wirklich rausfinden ob es mein Ort ist.

00:08:33: Und dann bomst war ich leider in einer selbst gegrüneten Kita.

00:08:39: Das waren quasi die Kita-Hade-Manne.

00:08:41: Genau!

00:08:41: Also

00:08:41: die christliche Kita- Hade-Manne, die ja eine Etern-Initiative war.

00:08:48: Bis zum Jahr zwei Tausend Achtzehn.

00:08:50: gab es so einen netten Artikel in der Mats, die Eltern oder die Hasenbande hoppelt unter das Dach der Johannita.

00:09:01: Ja aber das war ja wirklich niedlich!

00:09:02: Genau!

00:09:03: Das war quasi die Zeit des Aus- und Umbruchs.

00:09:05: da habe ich mich tatsächlich gefragt wie kam es dazu dass ihr also ich meine ja man konnte jetzt vermuten der christliche Träger als Johannitas kommt dann erstes mit im Betracht andere ausschlaggebende Punkte, warum ihr euch an die Überlieferung gewandt habt oder wie kam es überhaupt zu der Partnerschaft?

00:09:23: Also der Verein hat nach einer Weile des Laufens gemerkt was auch alle schon vorher wussten.

00:09:33: Das Interesse der Eltern geht also die Verantwortung tragen geht eben zurück, wenn das Kind nicht mehr die Einrichtung besucht und dann keine Geschwisterkinder mehr nachkommen.

00:09:45: Dann ist das halt irgendwann verbraucht.

00:09:49: Und wenn man so eine Einrichtungen dauerhaft auch auf gute sichere Füße stellen will, dann braucht man eben auch einen professionellen Träger Und das war dem Verein sehr wichtig, dass das christliche Profil erhalten bleiben kann.

00:10:06: und da gibt es einfach in dieser Landschaft nicht viele gute Partner.

00:10:11: Es war immer klar die Kirchengemeinde soll es nicht sein, das war schon von Anfang an eine Grundsatzentscheidung weil auch dort Laien der Gemeindekirchenrat eben sozusagen die Geschäfte führen würde oder man einfach ein Geschäft... führen den Personen noch irgendwie Brauch dazu, was man schlecht finanzieren kann.

00:10:32: Also das wollten wir eben nicht, wir wollten Professionalität und dann sind irgendwann die Johannita aufgetaucht.

00:10:41: Das weiß ich nicht genau, das hat die Vorstandsvorsitzende damals eingerührt oder kann ich mich nicht mehr daran erinnern?

00:10:46: Wir haben immer wieder darüber gesprochen und wer könnte denn noch sein?

00:10:48: und da gab es ein großes Interesse dann auch vom Regionalverband die Kita mit zu übernehmen.

00:10:54: Zum Glück!

00:10:55: Ja quasi noch hautnah miterlebt, wie die hasen man da sonst übergegangen ist und dann warst du als Kita-Leitung quasi direkt bei uns voll mit involviert

00:11:03: ja seit im Jahr

00:11:04: zwei tausend achtzehn und hast sich seit zweitausend achten auf direkt in der MRV also in der Mitarbeitervertretung mit verpflichtet wo

00:11:14: es rein gehen lässt

00:11:15: rein gehen lassen hat aber nicht nur dich einfach reingehen lassen sondern auch den Vorsitz gehabt für vier Jahre auf jeden Fall?

00:11:20: Nein, nein.

00:11:21: Die Vorsitz habe ich erst letztes Jahr im Anfang des Jahres übernommen weil der damalige Vorsitzende in den Ruhestand gegangen ist und die langjährig stellvertretende auch.

00:11:39: war das so wie manches mal im Leben, dass da so eine Aufgabe vor den Füßen liegt und wir uns eben entscheiden müssen.

00:11:46: kann jemand das jetzt aufnehmen.

00:11:48: Und ich habe es dann aufgenommen

00:11:52: ja mit Freude.

00:11:55: Ja also ich finde das einfach ganz wichtig, dass es die MAV gibt und dass es sie auch auf regionalen Verbandsebene gibt und das war eben die Aufgabe an der Stelle.

00:12:04: jetzt, wenn die MAF nicht mehr arbeitsfähig gewesen wäre Dann hätte es vorgezogene Neuwahlen gegeben.

00:12:12: Ja, natürlich das hättest gegeben und aber erst mal hätte so ein Bremsaar gegeben bis dass alles organisiert gewesen wäre und ich finde das eine verantwortungsvolle und ne wichtige Aufgabe und es liegt mir auch am Herzen also Ich finde das super bei den Johannitern zu arbeiten Und ich würde mich einfach freuen wenn es allen Mitarbeitenden so geht was ich da gerne einbringen möchte.

00:12:39: Kannst du ja wahrscheinlich auch wirklich maßgeblich ein bisschen beeinflussen?

00:12:43: Das hoffe ich jedenfalls und ich glaube, dass sich die MAV in dieser Zeit ganz gut entwickelt hat.

00:12:48: und jetzt haben wir gerade neu gebildet und gucken, wo wir weiter...

00:12:50: Genau!

00:12:50: Und dann bist Du ja wieder dabei und ich habe mich aufgeschlagen gemacht, woher das nicht berührt.

00:12:55: Meistens schwimmen

00:12:56: mit

00:12:56: der Wahl.

00:12:57: Ja, super!

00:12:58: Das ist super, das finde ich auch weil eigentlich bin ich nicht so, also wir haben ja trauenundachtzig Mitarbeitenden und die kennen mich ja eigentlich nicht unbedingt alle.

00:13:07: Das wäre schön, wenn das noch so ist.

00:13:10: Dass ich auch irgendwie alle kennenlerne und es ist schön, dass die Mitarbeitenden uns als immer vor wahrnehmen.

00:13:19: Sie müssen uns erst mal wahrnehmen um zu wissen hey da kann ich mich hin wenden.

00:13:24: Ja aber hast du das Gefühl, das hat sich in den letzten Jahren, also seit zwei Jahrzehnten schon verbessert?

00:13:31: Ich würde sagen, das hatte ich im letzten Jahr verbessert.

00:13:33: Im letzten Jahr okay!

00:13:35: Es hat natürlich nichts damit zu tun, dass du die Leitung hast durch den Vorsitz.

00:13:39: Aber am Ende des Tages machst du das ja nicht für dich.

00:13:41: Das ist ja... Ist nicht ganz untopf auf deine normale Arbeit weil du kriegst glaub ich auch eine Freistellung anteilig so ein bisschen.

00:13:49: aber nichtsdestotrotz ist es ja wieder neuer Prozessin, den du dich rein denken musst.

00:13:52: Das machst du nicht nur für dich sondern im Zweifel.

00:13:55: wenn ich jetzt zu dir komme und sage also hier an der Stelle weiß ich nicht, fühle ich mich unwohl oder ungerecht behandelt wie auch immer ... musst du ja für mich arbeiten.

00:14:04: Also musst natürlich nicht, aber am Ende machst du es dann.

00:14:06: Jetzt muss ich's weiter.

00:14:08: Genau!

00:14:08: Jetzt musst du es... Gut, du könntest noch den Vorsitz irgendwie da abgeben, aber...

00:14:12: Genau.

00:14:12: also das wird jetzt ja nochmal neu entschieden, ne?

00:14:15: Wenn die diese Amtsperiode endet an dreißigsten April und dann konstituiert sich die neue MRV und dann muss die Neue MRV auch einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende wählen.

00:14:26: Also bleibst noch mal gut spannend.

00:14:29: Und dann hast du dir aber letztes Jahr Nicht einfach wahrscheinlich überlegt, ich schütze dich so ein, dass du das schon länger überlegst oder... So Prozesse dann in Gang gesetzt werden.

00:14:39: Dass sich was ändern muss bei dir.

00:14:41: Du bist jetzt nicht mehr Kita-Leitung in der Hasenbanne sondern bis jetzt Kita Fachberatung.

00:14:47: Wie kam es für dich dazu?

00:14:50: Also ich hatte... Das ist eine bisschen längere Geschichte im Grunde also eigentlich ne ganz lange Geschichte.

00:14:56: Ich habe... Das hatte ich vorhin ja schon mal gesagt ...ich in die beratende Richtung ganz gerne gehen wollte und das ist ein altes Thema.

00:15:06: Also es war aber unklar eigentlich wohin, so?

00:15:10: Aber das war so ein Teil davon.

00:15:12: sicherlich auch als Seelsorgerin hat man ja auch solche Anwanderungen... ...aber da war ich noch viel jünger und so.

00:15:21: dann habe ich ja in dieser Elternzeit dieses Erziehungs- und Entwicklungsberatungsdingen gemacht und ja das waren so.

00:15:27: Bestrebungen waren da Zwei-tausend fünfzehn, nachdem wir also zwei tausend zehn haben wir die Kita gegründet.

00:15:37: Zweitausendfünfzehn war ich furchtbar

00:15:40: erschöpft

00:15:41: und für fast sechs Monate raus und habe erst ganz zum Schluss begriffen dass meine Erschöpfung auch etwas mit meiner Arbeit zu tun hat.

00:15:56: Also ich habe wirklich in allererster Linie gedacht, da gab es eben familiäre Brüche so dass das eher so mit meinem Privatleben zu tun hatte was mich so runter gebrannt hat.

00:16:06: aber das stimmt nicht.

00:16:08: und dann war es mir eigentlich ein großes Anliegen Ich führe die Kita noch in neue Trägerschaft über.

00:16:16: Das war Zwei Tausend Fünfzehn schon Thema

00:16:19: Ja, also genau.

00:16:20: Das war für mich... das war im Jahr zwei Tausend Fünfzehn.

00:16:22: eigentlich.

00:16:22: mit meinem Wegfall wurde das Thema weil plötzlich alle gemerkt haben oh wenn Ulrike nicht mehr da ist dann es hier vieles schwierig was in der Natur der Sache liegt.

00:16:34: Wenn eine Leiterin da ist die Nikita mit aufgebaut hat Dann ist da ganz viel Wissen.

00:16:39: und wenn das plötzlich wegfällt dann gerade bei so einer Eltern-Initiative Dann gibt es da immer noch das geschäftsführende Wissen, aber das andere ist eben gerade nicht abrufbar.

00:16:53: Und klar war okay jetzt wird da gesucht.

00:16:59: Ja also in meiner Wahrnehmung und kann ja auch noch anders gewesen sein, aber in meine Wahrnehnung.

00:17:04: Und dann bin ich aber wirklich mit viele Elan zurückgekommen.

00:17:10: nach meiner Auszeit und Genesum war es auch nochmal eine wirklich gute Zeit.

00:17:21: und der Trägerwechsel, der hat auch ganz viel Veränderung gebracht.

00:17:27: einfach wenn ein professioneller Apparat dahinter steht.

00:17:32: Der so diese ganzen administrativen Arbeiten übernimmt und das wird hier auch wirklich sehr gut gemacht.

00:17:37: ja da das hat wirklich viel verändert.

00:17:40: also seitdem ist es ein Träger, der tragen kann auf unterschiedlichsten Ebenen.

00:17:47: Und das hat viel Entlastung gebracht.

00:17:50: aber... Es ist dann eben trotzdem nach einer Weile bei mir der Wunsch wieder aufgekommen okay, jetzt muss sich was verändern und ich möchte auch nicht bis zur Rente Kiderleiterin sein.

00:18:06: also was ist die Alternative so?

00:18:11: Ich finde, dass das was ich jetzt mache als Kita-Fachberaterin eigentlich die super Verbindung ist um von dem Schatz der Erfahrung jetzt zu profitieren und auch andere profitieren zu lassen.

00:18:29: Und so der Neigung, dass sich einfach Lust hat Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und dass mir egal ob sie klein oder groß sind zu schaffen, wo Begegnung stattfinden kann.

00:18:45: Und das macht mir einfach unglaublich viel Spaß und ich finde es ist die sinnvollste Fortführung alles dessen was ich vorher gemacht habe.

00:18:55: Das klingt ganz toll!

00:18:56: Ich hab jetzt zwischendurch noch so kurz gedacht... also da hast du nochmal echt lange Atemgewiesen.

00:19:02: Also für den Jahr zwei tausend fünfzehn gingst dir persönlich überhaupt nicht gut Wie du selber saßt durch deine Arbeit.

00:19:08: Und in den Jahr zwanzig hast du jetzt ja quasi auch erst den Schritt gemacht, mein zweites Jahr.

00:19:13: Einundzwanzig sogar sechs Jahre hat Sache nochmal was zu ändern an der Stelle die du quasi innehattest.

00:19:21: Also sechs Jahre muss man dann ja auch noch mal Anführungsstrichen überleben?

00:19:25: Genau also.

00:19:26: aber das war eben... Die meiste Zeit davon war kein Überleben sondern sondern gestalten und ich habe das auch wirklich sehr gerne gemacht.

00:19:38: Die Hasenbande war eine tolle Kita mit einem tollen Team, wir haben viel bewegt, viele Krisen dort durchgestanden miteinander... Ich bin ja auch kein Mensch der einfach gehen kann!

00:19:58: Wünschte mir, es wäre auch ein Teil von mir mal einfach was hinzuschmeißen und zu sagen, das war eine neue Erfahrung im Leben.

00:20:06: Kannst du mal probieren?

00:20:07: Also jetzt vielleicht nicht direkt...

00:20:11: Aber es ist mir nicht so gegeben als Verantwortungsbewusstsein sehr vorhanden.

00:20:18: Das hat einfach ganz viel Spaß gemacht!

00:20:21: Und immer wenn wir durch eine Krise gegangen sind und ich da etwas gelernt habe dann Naja, dann möchte man ja auch davon leben.

00:20:30: Also was man sich neues erfahren hat und das dann auch anwenden und es hat auch wirklich viel Spaß gemacht.

00:20:38: Das war beispielsweise eine Krise wo du sagst, dass war Anstrengung oder bist du gut rausgegangen?

00:20:43: Oder ihr alle denn am Ende Jahr?

00:20:45: Also Krisen die immer da sind, sind Krisen wenn Personal wegfällt.

00:20:50: Das ist auch die Krise die mir am meisten Energie geraubt hat.

00:20:55: Aber das ist auch was, wenn dann so ein Team zusammenrückt und trotzdem noch qualitativ gut arbeitet.

00:21:02: Und das hinkriegt und versucht es Beste daraus zu machen.

00:21:06: Das gibt auch ganz viel!

00:21:07: In den Kitas selber hast du ja schon gesagt, dass es eine baratende Tätigkeit, aber du machst jetzt zum Beispiel auch mit den Einrichtungen so Fachtage, mit dem Personal zusammen oder für Konzeptionsarbeit.

00:21:19: wie genau sieht sowas aus?

00:21:20: Also in welcher Kita hast du z.B.

00:21:24: Fachtage durchgeführt und wie lief das so ab für dich?

00:21:26: Und gefühlt auch, dass was am Rückkopplung kam für die Mitarbeiterin.

00:21:32: Also zuallererst als ich im Juni letzten Jahres angefangen habe war ich in unserer Kita in Wilhelmshorst.

00:21:41: also jetzt sind sie ja in Michendorf aber da in Wilhelmshorst eigentlich einen Schwerpunkt in meiner Arbeit.

00:21:49: Ein Schwerpunktauftrag, weil ich ja nicht Hans Dampf in allen Gassen sein kann auch und das ist die Begleitung unserer Auszubildenden der Tätigkeitsbegleitenden auszubilden und der Praxisanleiterin und Anleitern bei uns um auch dort für eine gute Ausbildungsqualität zu sorgen.

00:22:11: Und da muss ich einfach bundesweit immer noch ganz viel verändern, weil klar haben immer ganz viele lernende auszubildende Praktika in den Kitas gemacht aber die Kitas selber waren gar nicht dafür ausgebildet anzuleiten.

00:22:31: und das ist erst etwas was sich so... In dem letzten ... zehn, zwölf Jahren verändert auch so.

00:22:40: Ja und da ist vieles noch in den Kinderschuhen trotz alledem so.

00:22:45: Es hat tatsächlich auch gar nicht so unwichtig ne?

00:22:46: Also ich meine jeder, der irgendwie mal einen Ausbildungsberuf erlangt... ...und dann braucht es einfach eine gute Anleitung!

00:22:53: Also ja man hat vielleicht auch eine bestimmte persönliche Präferenz und Fähigkeiten aber... ...in dieses Tages brauchst du ja auch mal ein Spiegel und das muss sie lernen sein.

00:23:02: Genau, ja und das ist irgendwie so das Hauptding finde ich in der also finde nicht nur ich, in der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften das oder überhaupt was da an Kompetenzen vorhanden sein muss, finde ich ist die wichtigste Kompetenz, die Reflektion.

00:23:24: Dass man in der Lage ist seinen Handeln schnell auch zu reflektieren und gründlich zu reflektion um Rückschlüsse dann darauf zu ziehen, wie ich meinen Handeln dann eben auch anpassen kann.

00:23:38: Beziehungsweise alles was ich beobachte und sehe, was ich da wahrnehme, fachlich wahrzunehmen und reflektieren.

00:23:48: Hast du das Gefühl, es wird gut angenommen von der Einrichtung?

00:23:52: Ich könnte mir vorstellen dass das mal in den falschen Hals gerät wenn jemand von außen kommt und sagt, ich gucke mir jetzt mal an wie er arbeitet Da bist du sicherlich sehr viel besser in der Formulierung, aber unter dem Strich ist es ja auch das.

00:24:07: Genau also das löst natürlich Verunsicherungen aus und dann muss man sich halt kennenlernen und auch so da Ängste und Vorbehalte abbauen.

00:24:22: und mir liegt am Herzen Also ich finde es total spannend immer ressourcenorientiert zu gucken.

00:24:32: Dass Mitarbeiter ressourzenorientiert arbeiten, hört sich im ersten Moment ja auch kritisch an.

00:24:36: also wenn man jetzt... Ich glaube ich weiß wie du's meinst?

00:24:40: Hört sich an die Arbeiten auf Sparflamme, wenn mans falsch versteht.

00:24:43: Ach so!

00:24:44: Ah nein gar nicht.

00:24:45: sondern nicht dass Mitarbeiter ressoucen orientiert arbeiten sondern das ich auf die Ressource gucke, wenn ich komme und auch erstmal... Also ich finde Erzieherinnen und Erziehern bekommen ganz viel gegen Wind.

00:25:06: Sie haben bekommen einfach nicht genügend Wertschätzung.

00:25:08: sie arbeiten in grottenschlechten Rahmenbedingungen.

00:25:13: Sie arbeiten die ganze Zeit mit Menschen ist ein unglaublich anstrengender Job.

00:25:17: es wird ganz viel gefordert das kommt immer was obendrauf Und es braucht einfach positive Rückmeldung, um auch eine Bereitschaft zu haben.

00:25:29: Um überhaupt frei zu sein sich weiterzuentwickeln wollen noch.

00:25:35: Also ich meine das wissen wir wie Menschen lernen und das tun sie nicht wenn sie unter Druck sind.

00:25:44: Wenn ich ausbilde und wenn ich in der Ausbildung selber bin Dann gibt es ja genug Situationen, die mich verunsichern.

00:25:52: Jede Prüfungssituation ist eine verunsichernde Situation.

00:25:55: aber wenn ich höre was sich gutmache dann interessiert es mich auch zu hören was sie noch besser machen

00:26:02: kann.

00:26:04: Also versuchst du es ein bisschen herauszustellen.

00:26:07: wo sind die Stärken bei jeder einzelnen Person ganz individuell?

00:26:11: und weiß nicht das könnte vielleicht auch sein.

00:26:13: In meiner Vorstellung bin ich in der Thematik, dass jemand im Krippenbereich besonders gut aufgehoben ist.

00:26:19: Weil er einfach was sich nicht mit den kleineren Kindern irgendwie eine bessere Ebene hat.

00:26:24: Zum Beispiel aber wenn eine Erzieherin super mit ihrer Stimme arbeiten kann dann macht sie das vielleicht intuitiv und weiß gar nicht wie Sie zaubert damit?

00:26:35: Und wenn sie aber zurückgemeldet bekommt an mehreren Beispielen, wie sie mit ihrer Stimme eine gute Zphäre geschaffen hat.

00:26:45: Wie sie mit Ihrer Stimme melodisch Kinder verlockt hat jetzt doch in diesen Kreis zusammenzukommen oder aufzuhäumen mit ihrer Stimme gut über irgendeine Schwierigkeit hinweg geholfen hat, weil das einfach einladend und freundlich war.

00:27:05: Dann ist es vielleicht ein intuitives Verhalten.

00:27:07: wenn sich aber zurückgespiegelt bekommt so... Das hast du gemacht!

00:27:10: Das habe ich beobachtet großartig wie du das hinkriegst.

00:27:16: Dann bleibt das in Erinnerung und dann kann sie davon mehr machen.

00:27:19: Dann ist vielleicht etwas das, was sie unbewusst gemacht hat zukünftig etwas, was die bewusst einsetzt.

00:27:26: Und dann wird es größer.

00:27:27: da kann man noch mehr machen.

00:27:28: wenn man mal kapiert hat warum funktioniert das denn jetzt bei mir so gut?

00:27:32: Also was ist das denn eigentlich?

00:27:34: ah ja dass ist das oder was so gewisse Handlungen im Alltag.

00:27:38: also wenn Kolleginnen es gibt Kolleginnen und Kollegen die können fantastisch Gruppe bauen Ja, Gruppe bauen.

00:27:46: Also so Gruppen... also da ist eine Gruppe von Kindern und das sind ja alles Individuen.

00:27:52: Und sie schaffen es aber dieses Gruppengefüge zu stärken die anderen miteinander zu vernetzen dass sie einfach auch als Gruppe funktionieren.

00:28:01: Und oftmals können wir nicht erklären wie die das machen weil das ideale Begabung ist, weil es intuitives Handeln ist dann zu hören ja was hab ich zum Beispiel beobachtet?

00:28:17: woran das Licht wie mit welchen Tricks, dass diese Person macht.

00:28:24: Dann wird das unbewusste Handeln ein bewusstes handeln und wenn ich bewusstes Handeln habe kann ich es weitergeben auch an die Auszubildenden und dadurch wächst einfach die Qualität und das finde ich super und das ist kein Trick sondern bewusst machen von den Ressourcen, die da sind und die kann man dann anwenden.

00:28:49: Ja klingt total schüssig!

00:28:50: Also ist ja auch die schönere Alternative als permanent negative Sachen hervorzuheben.

00:28:56: was haftet ein Jahr grundsätzlich auch länger an?

00:28:59: nichtsdestotrotz gibt es wahrscheinlich auch mal Punkte wie man so nicht laufen lassen kann die man dann ansprechen muss.

00:29:06: das ist für dich gefühlt der beste Weg wie man nicht völlig zu demoralisieren, aber trotzdem dann in dem Moment diese Situation aufzulösen weil es halt wirklich nicht passieren sollte.

00:29:18: Also zum einmal finde ich das in allererster Linie die Leitung da in der Pflicht ist dass das zu machen weil sie auch diejenige ist die im Haus ist und die pädagogische Verantwortung auch an der Stelle trägt.

00:29:35: Persönlich glaube ich, dass Beziehung ganz wichtig ist und Augenhöhe.

00:29:42: Niemand ist dort in der Einrichtung und tut etwas um anderen zu schaden aber manchmal passiert es ihm trotzdem.

00:29:56: Und da ist das gemeinsame Reflektieren einer Situation wahrnehmen.

00:30:02: Wie habe ich das jetzt empfunden und wie ist es dazu gekommen?

00:30:07: Und dann ist es manchmal schon der Weg, also so das Miteinander hinzukriegen.

00:30:16: nach meiner Erfahrung ist wenn es ein vertrauensvolles Verhältnis gibt Auch die Frage da ist, wie kann ich dich unterstützen dabei dass es nicht wieder vorkommt?

00:30:30: Der beste Weg.

00:30:31: Also wenn was richtig daneben läuft dann würde ich sagen in den meisten Fällen Es ist nicht alleine in der Verantwortung von einer Person sondern von mehreren Aber das ist immer in meiner Verantwortung zu merken, wenn ich überfordert bin und meine Grenze zu benennen.

00:30:55: Und stopp zu machen.

00:30:56: aber auch das muss man ja lernen im Leben.

00:30:58: Das ist

00:30:58: tatsächlich auch ein Fakt.

00:31:00: nicht jeder fühlt sich vielleicht bei seinem Arbeitgeber so aufgehoben dass er sagt okay die kann ich mich frei äußern?

00:31:06: Naja eine Kita die personell also schlecht besetzt ist und Kita sind grundsätzlich schlecht besetzt weil es einfach so einen nicht so guten Personalschlüssel gibt.

00:31:18: Alle wissen aber, weil viele selber Eltern sind die in den Einrichtungen arbeiten.

00:31:24: Wie wichtig das ist dass die Kinder betreut werden in dieser Einrichtung so und dann fehlt vielen... ...fünfzig Prozent der Leute Aber die Einrichting wird immer noch im Laufen gehalten.

00:31:34: Wenn ich ein Überforderungsgefühl habe Weil es einfach einen Unterschied ausmacht ob ich sechs Kinder oder zwanzig Kinder betreuhe Dann muss ich wissen kann ich Stopp sagen!

00:31:48: Kann ich sagen, nein.

00:31:49: Ich nehme dieses Kind jetzt nicht mehr an.

00:31:51: Kann ich ein Schild draußen an die Eingangstür hängen und sagen Tut uns leid, mehr geht heute nicht.

00:31:59: Und dass diese Freiheit zu besitzen... Da muss sich das einfach wissen, dass es überhaupt geht.

00:32:08: Und das ist nicht auf Biegen und Rechen.

00:32:09: mein Auftrag ist hier alle Kinder anzunehmen und irgendwie sie diesen Tag überleben zu lassen.

00:32:16: Ich muss das ja auch übrigens noch überleben.

00:32:20: Ja, nee deshalb aber das ist natürlich auch ein totaler Zwiespalt.

00:32:23: Aber das finde ich auch ein wichtiger Punkt.

00:32:25: als Eltern nimmt man es ja manchmal gar nicht so wahr.

00:32:28: Nun hat man den Azir-Schlüsse im Elementarbereich von zwölf Kindern auf eine Azir?

00:32:33: Elf.

00:32:34: Okay.

00:32:35: Das heißt wenn jetzt einer Kollegin oder ein Kollege ausfällt und die Nachbargruppe beispielsweise nicht betreut ist, dann musst du irgendwie abgepuffert werden und schrubbt die Buch.

00:32:45: hat man dann statt der elf, zwanzig Kinder?

00:32:48: Nee das ist noch nicht der Worst Case.

00:32:51: Weil auch dieser Schlüssel ja so nicht stimmt.

00:32:54: Ja also es ist ja kein Gruppenschlüssel.

00:32:56: Es heißt nicht eine Fachkräft auf so und zu viele Kinder sondern das bedeutet dass das Sohn zu viel Personalstelle finanziert wird wenn Sohn Kinder beim Stichtag gemeldet sind und das ist dann so.

00:33:14: und so viel Stunden, es bedeutet dann so viele Personalstunden.

00:33:18: Erziehern arbeiten maximal acht Stunden am Tag aber Kinder haben einen Anspruch auf bis zu zehn Stunden Kitterbetreuung.

00:33:28: Da merkt man doch schon findet den Fehler ja?

00:33:30: Also da stimmt ja was nicht.

00:33:32: Außerdem hat er ja nicht jedes Kind Anspruch ... so und zu viel Stück erzielen.

00:33:41: Ja, ja, genau!

00:33:42: Und da sind Urlaub- und Krankheitszeiten... ...und Fortbildungszeiten ja mit eingerechnet.

00:33:48: Also generell fehlt da sowieso mindestens eine Person ab einer bestimmten Anzahl von Kindern,... ...und dann weiß ich nicht je nachdem wie groß das Haus ist, fehlt eben noch ne zweite Person strukturell schonen.

00:34:06: Aber jetzt, also nochmal ganz kurz den Blick zurück.

00:34:09: Jetzt stehe ich halt als Elternteil im Zweifel von der Kita.

00:34:12: in so krankheitsbedingte Ausfälle ergeben sich ja teilweise auch erst alle morgen selbst dann muss man ja schnell handeln.

00:34:18: Ich glaube es gibt nicht dem perfekten Weg das zu organisieren.

00:34:24: aber was also deiner Erfahrung nach?

00:34:26: Was würdest du tun oder was könntest du jemandem raten?

00:34:29: Ja genau in der Situation ist

00:34:31: und das ist ganz verschieden.

00:34:33: Also da gibt es ja Kolleginnen und Kollegen, die wirklich super mit einer großen Gruppe von Kindern agieren können.

00:34:42: Und immer noch entspannt sind!

00:34:44: Ja und dann gibt es aber auch Fachkräfte, die schon viel früher an ihre Grenze kommen... ...und das muss man übrigens gar nicht bewerten sondern das ist einfach so.

00:34:56: Das ist auch das was Träger, Einrichtungsleitungen mit in den Blick nehmen müssen.

00:35:04: Wen habe ich jetzt da?

00:35:07: Wer ist zu betreuen und wer ist da um diese Kinder zu beträumen?

00:35:12: Und was kann ich da tun jetzt?

00:35:15: Da muss auch jeder Kollege für sich selber auch sagen... So hier ist meine Grenze, ich merke das nicht mehr und es ist ja die Aufgabe der Kinder zu bilden, zu betreuen, zu fördern.

00:35:31: Manchmal ist nur noch Betreuung möglich aber das muss auch

00:35:36: gut

00:35:37: gehen dass keiner Schaden nimmt und da muss man Grenze ziehen Punkt!

00:35:41: Und dann kann ich auch mit Eltern ins Gespräch gehen.

00:35:43: wenn du dann morgens deine Tochter bei mir abgeben möchtest und ich sage jetzt hier also wirklich stopp geht nicht mehr Ich kann ja die Verantwortung nicht mehr übernehmen Dann wirst du dich aufregen weil du hast ein Termin und so und dann kann Du möchtest doch, dass dein Kind sicher ist.

00:36:01: Es ist es nicht mehr

00:36:02: dann.".

00:36:03: Manchmal muss man das erklären, welche Situationen das sind.

00:36:06: Ich bin dann hier... ich kann an allen Stellen gleichzeitig sein.

00:36:11: Ich kann nicht die Aufsicht so gewährleistet, wenn alles sicher ist?

00:36:15: Nee natürlich nicht!

00:36:16: Am Ende isst man ja auch nur Mensch und jeder Erziehende hat ja auch ein Privatleben.

00:36:22: Hat Kinder im Zweifel oder anderweitige Verpflichtungen.

00:36:25: Vielleicht pflegt man noch in Familienanlagen

00:36:28: Ja.

00:36:29: Also was die Leben so alle mit sich bringt und am Ende des Tages, also wäre natürlich das schönste Szenario ein perfekter Weltschema wenn dann so einen Wechsel an Verständnis da ist.

00:36:38: An den Eltern ging über und anders von den Eltern und den Erzielen auch hinüber.

00:36:43: funktioniert glaube ich in aller Regel auch.

00:36:46: Ich glaube nicht dass sicherlich gibt es auch immer mal Konflikte.

00:36:50: Ich könnte mir vorstellen als Elternteil geht ja auch mein Kind irgendwo ab Lernen die Personen kennen, die dort arbeiten.

00:36:58: Die Einrichtung kennen.

00:36:59: Für mich fühle ich mich ja auch wohl.

00:37:01: Im Stimmsten Fall ist es nicht so und dann wird's aber wahrscheinlich auch schon an anderen Punkten aufeinander treffen und wahrscheinlich mal rauschen.

00:37:11: Genau also ähm Eltern das Eltern... Also ich meine so sind wir doch alle wenn wir in Stress geraten sind wir nicht immer so ganz gesammelt.

00:37:22: Und das passiert dann da, okay schwierig wenn das vor Kindern passiert auch.

00:37:29: Da sind beide Seiten in Verantwortung, dass es auch wieder gerade zu biegen am besten aber z.B.

00:37:37: transparent zu machen.

00:37:38: oder habe ich mich ein bisschen aufgeregt?

00:37:40: zwar nicht in Ordnung und ich kann mich dann entschuldigen Und es wäre schön, wenn das Kind das auch mitkriegt.

00:37:47: Dass die Erwachsenen sich an dieser Stelle dann wieder vertragen.

00:37:50: So ist das Leben dann auch.

00:37:53: Was wäre für dich ein wünschenswertes System in dem Kigar-Azierer arbeiten?

00:38:01: Also da wäre vor allem an den Personalschlüssel zu drehen.

00:38:09: Das ist es.

00:38:10: Und das dann eben tatsächlich also Gruppe eins zu drei, aber tatsächlich nicht als auf dem Papier stehender Schlüssel sondern eben das da.

00:38:20: Ich meine wenn man sich das als Elternteil... Also wer Mutter ist.

00:38:26: ich bin ja nun mal eine Frau und bin dann eben Mutter.

00:38:29: als Vater kann ich sie jetzt gar nicht beurteilen und ich müsste drei Kinder im gleichen Alter betreuen.

00:38:36: für mich reicht doch, oder?

00:38:37: Also im Krippenalter.

00:38:39: Ja also Drillinge ja und nicht nur betreuen sondern bilden zu gucken wo sind die eigentlich die Entwicklungsstände einzuschätzen?

00:38:49: gucken was geht als nächstes?

00:38:56: das wäre super.

00:38:56: dann könnte wirklich richtig qualitätsvoll gearbeitet werden und zwar auf Dauer.

00:39:03: Ich will jetzt nicht sagen, dass jetzt nicht qualitätsvoll gearbeitet wird aber tatsächlich ist da viel Luft nach oben und das ist eben auch ein strukturelles Problem.

00:39:13: Schlüssel das wäre das was ich mir am meisten wünschen würde.

00:39:17: Also Geld braucht es an vielen Stellen um auch Einrichtungen so auszustanden, dass es eben gut möglich ist solche Rahmenbedingungen zu schaffen.

00:39:33: Ich meine da gar nicht unbedingt Spielzeug mit sondern ein gut und klug gebaute Gebäude und gestaltete Außengelände wo Kinder sich eben gut bewegen und anregen und bilden können.

00:39:55: zu dem Punkt mit den Personalschlüsse.

00:39:57: Also man hat ja auch einen Erziehermangel, zumindest erscheint es so.

00:40:05: Es ist irgendwie so dauerbrenner wenn wir was suchen sind es Erziehern oder Pflegekräfte.

00:40:11: Meinst du wenn man so ein System anpassen würde könnten sich mehr Menschen für den Beruf begeistern?

00:40:18: Oder gehört er mehr dazu?

00:40:19: also muss man dem Beruf als solches nochmal... Muss man ihnen anders belegen.

00:40:25: Weißt du, wie ich meine?

00:40:27: Man hat ja so ein Klischee-Denken.

00:40:29: Man denkt jetzt so das ist halt hier die erziehende Wasselpante.

00:40:32: Mhm.

00:40:33: Sieh mir in der Kaffeetasse auf dem Spielplatz steht.

00:40:35: Genau und irgendwie mal über einen Hof guckt... Und ach juhu, da ist gerade kein Kind runtergefallen vom Pferd, aber vielleicht gerne noch mal stehen bleiben und quatschen gehört dazu quasi um dieses Bild zu ändern.

00:40:44: nochmal eine Maßnahme dass man diesen Berufsmal anders darstellt und die Realität zeigt.

00:40:53: Ich weiß nicht, ob das alleine hilft.

00:40:55: Also wenn ich meinen Kind aus der Kita abhole und ich sehe die Erzieherin trinkt da gerade eine Tasse Kaffee oder eine Tase Tee und die Kinder spielen... Dann muss ich ja unglaublich viel erklären.

00:41:12: vielleicht dass es die erste Tasse kaffe war oder die zweite, die sie überhaupt zu sich genommen hat weil sie im Laufe des Tages noch gar nicht dazu gekommen ist zum Beispiel.

00:41:20: Übrigens brauchen die Kinder die Erzieren gerade dann nicht Spielen.

00:41:24: Also sie brauchen die Erzieherin da nicht als Spielpartnerinnen jetzt, sondern die Kinder sind ja gut da draußen alleine unterwegs und in einer... Da ist hoffentlich der Rahmen eben so gesetzt dass die Kinder also ganz viele Erfahrungen machen auf unterschiedlichsten Bereichen.

00:41:41: Das wäre mal spannend das dann zu erklären.

00:41:42: Was machen Sie denn eigentlich da?

00:41:44: Wenn Sie gerade die Rollerstrecke fahren und Sie begegnen einem Kind was ihnen quer in die Rollerstrecke fährt naja da muss ich eine Vollbringung so mache.

00:41:51: es muss ich also rechtzeitig wahrnehmen dass mir jemand entgeht.

00:41:54: Das sind ja lauter Kompetenzen, die die Kinder da ganz frei üben können.

00:41:58: Dann gehört aber auch dazu eine... Wie in jedem Beruf ist natürlich auch eine pädagogische Fachkraft nach drei Jahren Ausbildung nicht wirklich ausgebildet, ja?

00:42:09: Also im Sinne von ausfertig.

00:42:11: Sondern sie hat Grundlagen bekommen und der Beruf der Pädagogischen... Der Erziehern, statt ich anerkannte Erziehern, ist ja ein breiten Beruf.

00:42:20: Du kannst von null bis was sind das, achtundzwanzig Jahre oder so arbeiten.

00:42:26: Und die Spezialisierung, die passiert eigentlich erst danach.

00:42:30: Was ich finde aber auch nicht schlimm ist, es muss dann eben auch geguckt werden wie kann das zu ihnen kommen und wie haben sie die Möglichkeiten sich immer wieder auf dem Laufenden zu halten?

00:42:42: und wie viele Fachkräfte können nicht an Fortbildungen teilnehmen weil der Personalmangel so eklatant ist.

00:42:49: Und Geld macht spielt auch eine Rolle.

00:42:52: also ich kann viel ruhiger Geld verdienen als pädagogische Fachkraft in einer Einrichtung gearbeitet.

00:43:02: Also ich kriege wenig Wertschätzung, ich krieg vielleicht nicht genug Geld und ich habe einen

00:43:08: wahnsinnig

00:43:09: stressigen Alltag.

00:43:15: Warum noch mal tue ich mir das

00:43:17: an?

00:43:20: Und genau, da gibt es glaube ich verschiedene Stellknöpfe an denen man drehen kann.

00:43:25: Das ist einfach auch ein ganz toller Beruf in dem man ganz viel gestalten kann.

00:43:30: Ja und man muss ja einfach mal sagen man verbringt also wenn wir jetzt mal im wirklich klassischen Kita-Bereich bleiben ja eine sehr sehr prägende Phase eines Menschen der irgendwie vielleicht wichtige Dinge für die Gesellschaft leisten wird in der Zukunft?

00:43:46: Absolut!

00:43:47: Und diesem Menschen prägt man Ganz wesentlich.

00:43:52: Und das ist so ein Punkt, den finde ich überhaupt... Also das ist ein wichtiges Thema und dem man sich vielleicht gar nicht so bewusst ist.

00:44:00: Was da mit den Kindern passiert in diesen ersten sechs Jahren?

00:44:04: Ja, ich meine sind wir hier nicht die Ersten, die diese Verstellung machen.

00:44:10: Das ist einfach klar dass in Deutschland an dieser Stelle noch immer zu wenig investiert wird.

00:44:16: Ich persönlich weiß auch nicht ist ja dann auch irgendwann so verändert worden, dass ich grundsätzlich Abitur brauche um die Erzieherausbildung zu machen beziehungsweise dann erst mal eine Sozialassistenten machen muss.

00:44:33: Also man hat eine andere Einstiegsvoraussetzung geschaffen oder es gibt eben auch den akademischen Weg inzwischen.

00:44:43: aber Ja und auch die Veränderung, dass überhaupt die Ausbildung nicht nur theoretisch stattfindet sondern ist Theorie und Praxis.

00:44:55: Ich bin ein großer Freund von der Tätigkeitsbegleitung in Ausbildung weil also das Miteinander verknüpft wird.

00:45:03: Weil ich kann mich in der Theorie lernen... wie Menschen ticken, wie Beziehung geht und wie ich da auch ticke.

00:45:10: Ich bin ja auch ganz viel... Bin ja auch eine emotionale Bombe vielleicht.

00:45:13: Ich habe mir das der Sache mal rausgesucht, weil es hat mich interessiert.

00:45:16: Es gibt verschiedene Möglichkeiten dem Beruf einer Erzieherin oder eines Erziehers zu gelangen.

00:45:24: Das was du gesagt hast, es gibt diese berufsbegleitende Ausbildung Und ist so das Standard-Ausbildungsverfahren, was wir auch.

00:45:30: Ja?

00:45:31: Ja, genau.

00:45:32: Wobei also?

00:45:32: ich stehe auf die Form von eine Woche Schule, zwei Wochen Einrichtung.

00:45:37: Ach so!

00:45:38: Kann man sich das frei aussuchen oder ist das schulabhängig?

00:45:42: Naja... Also dann sucht man sich halt die Schule aus, die dieses System anbietet und da gibt es eben gut und das ist ein Programm was vor einigen Jahren tatsächlich für die quer-einsteigenden Männer entwickelt wurde.

00:46:01: Wenn ich das richtig erinnere, dass Ministerien in Zusammenarbeit mit dem BÜFF Berliner Institut für Früh... Tra lala gemacht bis eben und wenn sie aus der Praxisphase kommen ist der erste Tag Reflexion,

00:46:22: finde ich großartig!

00:46:24: Und die arbeiten auch ganz viel biografisch.

00:46:26: Dann kommen sie mit ihren Themen und am Freitag wird das Lernen reflektiert, das Wissen, das theoretische Lernreflex wird dann an der Stelle wieder.

00:46:34: Super Konzept finde ich und das haben einige Schulen übernommen und die können die Prozesse dort begleiten, die kann es sich ausprobieren.

00:46:43: Ich finde immer jemand, der nur drei Tage da ist also erster Tag ankommt zu gucken wo der Hammer hängt.

00:46:51: Ja, man muss sich jeden noch neu einfinden.

00:46:54: Genau und du kommst immer wieder raus.

00:46:56: Du hast auch nie eine ganze Woche.

00:46:58: also ich finde das andere System einfach noch viel viel schlüssiger und viel besser dass man richtig mal dran bleiben kann mit Kindern lange Wege gehen.

00:47:05: Dann kannst du rein schulisch habe ich gesehen quasi auch ne Ausbildung machen und dann funktioniert es so dass ich im Prinzip den Schulweg wähle mir selber meine Praxispartner suche bei denen Wenn ich richtig recherchiert hab, tausend, zweieinhalb Praxistunden mache.

00:47:21: Die sind aber wegsind also so wie kleine Praktika zwischen den Schuleinheiten?

00:47:25: Genau die haben dann immer mal so zwei drei Monate dann Praktikum in allen Schulhalbjahren und müssen sich dann in den unterschiedlichen Bereichen der wo Erziehung und Erzieher tätig sind im Kita und auch Hilfen zur Erziehungen dann Praxisplätze suchen.

00:47:46: Und auch dafür brauche ich aber trotzdem mindestens das Parabitur, oder?

00:47:50: Ja.

00:47:51: Oder den Sozialassistenten.

00:47:52: Ach so!

00:47:53: Oder den sozial-assistentenden.

00:47:54: Man kann auch Quereinsteigen aus anderen Bereichen.

00:47:58: also wenn man muss es sich...

00:48:00: Wenn ich jetzt als Tierin bewerben würde?

00:48:03: Ja dann kannst du als Quereinstegerin ... Du müsstest wahrscheinlich auch ein bisschen nachweisen dass du die Ereignung mit bringst an der Stelle bestenfalls durch Praktikumserfahrungen?

00:48:17: Ich würde

00:48:17: sagen, Eignung heißt nicht.

00:48:19: Ich habe eigene Kinder oder hier meine Schwester hat Kinder und die passieren manchmal auf, sondern...

00:48:23: Also das ist verschieden tatsächlich!

00:48:26: Das stellt ja dann auch so einen Träger, der eben so jemandem im Quereinstieg einstellt, der prüft Ja, auch ist diese Person dann... Also die kannst du über den Querinstieg eben dann machen.

00:48:42: Die prüft eben ist sie, so ist diese Christine geeignet und bringt Sie das mit was man braucht?

00:48:54: Ja okay, also eigentlich sind die Einstiegswege, es ist relativ niedrigspannig im Anfang zu strichen.

00:49:04: Man scheitert mich zwingend direkt schon am Anfang, weil man vielleicht...

00:49:08: Genau.

00:49:08: Du brauchst den zehnten Klasseabschluss erfolgreich und entweder eine abgeschlossene andere Berufsausbildung oder eben Facharbe-Abitur?

00:49:18: Ich wollte mal noch einmal das Thema nicht wechseln aber nochmal ein bisschen zu dir kommen, weil ich das tatsächlich echt schön fand!

00:49:25: Also wie gesagt, ich bin ja durch unser Büro oder habe von ein paar Leuten gefragt und gesagt also ich treffe mich mit der Ulrike Was haltet ihr denn von Ulrike in einen Quatsch?

00:49:36: So heißt er auch nicht.

00:49:37: Aber habt ihr eine nette Anekdote auf Lager und eine Sache hat mich schon angesprochen, das ist mir auch aufgefallen.

00:49:46: Man hat dich als Kritikkünstlerin beschrieben.

00:49:49: also du kannst unfassbar gut Menschen sagen daran solltest du weiterarbeiten und das solltest vielleicht lassen Aber das passt zu deiner Stelle super.

00:50:06: Also so als Fachberatung ist es glaube ich ein Talent, dass auf jeden Fall nicht verkehrt ist.

00:50:11: Das Gefühl du hast eine sehr gute Art, dich auszudrücken und man fühlt sich nicht direkt schlecht auch wenn mal was vielleicht nicht gut läuft.

00:50:21: Ja klingt schön!

00:50:22: Ja, jetzt klang alles zur Sache echt schön.

00:50:24: Du bist ja zuverlässig wurde mir gesagt und das denke ich auch.

00:50:29: Allerdings geht es dir nicht gut, wenn Aufgaben unerlebig sind.

00:50:32: Ja, stimmt!

00:50:36: Führt das richtig zu Stress?

00:50:38: Wenn's mir bewusst ist dass da ein Unerlicht nicht der Aufgabe ist ja dann kann das zu Stress werden.

00:50:43: also wenn ich eine Aufgabe sehe Dann sehe ich die halt und dann spricht sie zu mir und das Bewusst wegzugucken Also das wäre auch noch so was wie... Das ist eine Entwicklungsaufgabe für mich.

00:50:59: Also Aufgaben, also es gibt immer Aufgaben die sind immer da!

00:51:04: Die kommen ja auch immer um die Kulangen herum und dann ist jetzt so mein... das war gerade Thema dieser Tage dass ich dann entscheiden möchte gerne Ja, die Aufgabe ist da aber die hat jetzt keine Priorität Und das ist auch okay, damit zufrieden zu sein und dass die dann nicht immer noch so ploppt.

00:51:29: Aber betrifft das nur deine eigenen Aufgaben oder würde dich das total triggern?

00:51:33: Ja, es kann mich auch triggert, wenn ich sehe, dass jemand anders die Aufgabe nicht macht.

00:51:39: Würdest du andere auch anhälzen, ihre eigenen Aufgabens vorledigen?

00:51:43: Also... Ich kann auch Menschen auf Aufgaben hinweisen!

00:51:51: Wahrscheinlich ganz charmant.

00:51:54: Versuche ich jedenfalls dann, es ist... Meine Teuchter werden jetzt wahrscheinlich ganz was anderes sagen.

00:52:02: Die werden dann wahrscheinlich sehr genervt davon von denen das ich immer Aufgaben einfordere und sie machen das anders.

00:52:08: Das fällt mir sehr schwer, wenn Sie da anders mit umgehen.

00:52:12: Ansonsten wurde mir gesagt, du wirst halt sehr gebildet betrachtet und wenn du mal etwas nicht weißt?

00:52:19: Dann liest du.

00:52:21: Und zwar so lange bis auf das kleinste klar ist, also du kannst dich auch nicht zufrieden nehmen mit ich glaube?

00:52:28: Also es ist tatsächlich so... jetzt oute ich mich!

00:52:33: Ich finde, es stinkt langweilig Gesetzestexte zu lesen.

00:52:37: Und ich fühle mich überhaupt nicht gebildet genug das zu tun – ich verstehe das nicht!

00:52:41: Aber dann denke ich okay jetzt verdammt noch mal die haben mich hier gewählt und dann ist das jetzt... Es ist die Aufgabe, ob ich die... Also dann muss ich mich dem stellen irgendwie und das so gut wie möglich dann da zu machen Und so gut wie möglich, das fällt mir schwer.

00:53:02: Weil ich denke, dass es nicht professionell, ja?

00:53:05: Also hier wenn es um Recht geht dann kann man doch nicht... Da kann man noch nicht unprofessionell mit umgehen also ist auch ein bisschen schreck.

00:53:15: So und eigentlich ist das so... Ich will das eigentlich gar nicht.

00:53:20: Das finde ich keine schöne Beschäftigung!

00:53:24: Aber obnüßig kriegst du das hin, dass so zu erledigen?

00:53:27: Dass alle anderen denken.

00:53:29: Ja

00:53:29: und es ist ja dann auch gut weil also das Recht ist ja dazu da uns zu unterstützen und hier in dem Fall geht es um tarifrechtliche Dinge, um arbeitsrechtliche.

00:53:41: Ich unterstelle allen Seiten, dass sie da was Gutes wollen und dazu muss man das halt verstehen, was man dann macht.

00:53:49: Und dann kommt auch am Ende etwas Gutes dabei raus.

00:53:51: Ja, das stimmt!

00:53:52: Aber ich finde es nicht keine schöne Eigenschaft eigentlich.

00:53:56: Ja.

00:53:57: Gab schon mal eine Aufgabe die du denn doch mal hingeschmissen hast?

00:53:59: Weil du gesagt hast kriegst einfach nicht viel Backen.

00:54:02: Ja klar ja.

00:54:03: Andauernd Das

00:54:04: würde dir überhaupt gar keiner zutrauen.

00:54:06: Ist ja pur und selten zugleich, ne?

00:54:08: Also

00:54:10: fünfe gerade sein zu lassen ist etwas was ich üben muss.

00:54:12: Mir wurde gesagt, wenn du warst bislang die einzige Person, die in Vorstellungsgesprächen führt wurden nach der christlichen Gesündung gefragt hat, wäre jetzt für einen christlichen Träger erst mal ungewöhnlich erscheint.

00:54:27: Hä warum?

00:54:28: Also, dass du die... Ach so?

00:54:30: Dass ich die Einzige bin.

00:54:31: Achso!

00:54:33: Also andersherum genau ja natürlich nicht das du es machst sondern da wäre tatsächlich für mich die Frage inwieweit hat dich der christliche Glaube in deiner Arbeit beeinflusst und glaubst du, dass dir dadurch Dinge vielleicht leichter von der Hand gehen um einen anderen Blick hast oder andere Werte noch mitgibst?

00:54:51: Also ich kann es vielleicht so rum aufziehen.

00:54:54: Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer kommunalen Einrichtung mit Kindern zu arbeiten weil ich dort schweigen müsste über das was ich eben auch wichtig finde und für mich gehört eben Religiosität.

00:55:09: Also religiosität eigentlich also gehört Für mich zum Menschsein dazu Und meine Religion ist nun mal die christliche Religion, da bin ich so sozialisiert aufgewachsen.

00:55:28: Also das ist meine und ich möchte damit nicht hinterm Berg halten müssen weil es gibt Antworten über diese Dimension der Realität über diese Diezeitigkeit eben hinausgeht.

00:55:41: Also nicht Antworten, sondern Antwort Versuche.

00:55:43: Ich habe ja keine Antworten.

00:55:44: Ich weiß das ja nicht.

00:55:47: Das kann man so nicht in einer kommunalen Einrichtung und ich möchte diese Dimension nicht ausschließen.

00:55:54: Andere Werte?

00:55:55: Nein glaube ich nicht weil ich denke die christlichen Werte da dass eigentlich Konsens in unserer Gesellschaft Die habe ich nicht.

00:56:03: Also es macht schon was für mich aus, dass ich ein christliches Menschenbild habe.

00:56:09: aber das kann man auch ganz loslösen vom Glauben.

00:56:13: Wenn ich formulieren würde... Ich sehe jedes Kind als individuelles Geschäft Gottes an ist der Unterschied zu?

00:56:21: ich sehe jedes kind als Individuum ja nur darin anders.

00:56:28: Das gibt da einfach noch mehr.

00:56:33: Es gibt da ein Wesen, eine Schöpferkraft die außerhalb unseres Zugriffslicht.

00:56:39: Ja jetzt muss man ja sagen, die Zita ist ja nicht per weh Kindern und Eltern vorbehalten, die des christlichen Glaubens angefangen sind.

00:56:48: Und könnte mir aber vorstellen es das hier zu meinem persönliches Vorurteil dass es trotzdem Eltern gibt, die Angst davor haben, die eben nicht diese christliche Prägung haben dass da was mit dem Kind geschieht, das sie im Prinzip nicht wollen.

00:57:03: Wie würdest du so einen Alltag in der Hasenbande beispielsweise beschreiben?

00:57:07: Also wo passiert denn tatsächlich die richtige Pfähigung?

00:57:10: und wie kann man sich das vorstellen?

00:57:13: Wie ist das mit Eltern, die in einer anderen Religion im Zweifel auch angehören?

00:57:17: Also es ist kein Glaubensbekenntnis voraussetzung.

00:57:19: Also kein geteiltes Glaubenbekenntnissvoraussetzungen dass eben Familien und Kinder in dieser Einrichtung bringen konnten.

00:57:27: aber sie müssen wissen genau also dass dort die christlichen Werte vermittelt werden.

00:57:33: und ich hab's immer so gesagt wir die Kinder mit der Größe Gott bekannt.

00:57:38: machen Ich ein Tischgebet spreche, dann richte ich meinen Dank an Gott dass mir so gut geht.

00:57:49: Der hat das Essen nicht gemacht, die Stuhl nicht geschmiert, der hat die Kartoffeln nicht gekocht und das hat die Köchin gemacht.

00:57:53: Aber... aber ich beziehe mich auf jemanden.

00:58:01: Und das müssen Familien teilen!

00:58:07: zum Beispiel muslimischen, islamischen Hintergrund haben.

00:58:11: Wenn sie offen genug sind und nicht ängstlich was festhalten müssen das können Sie teilen.

00:58:19: Das verstehen

00:58:20: Sie auch.

00:58:21: Wie war deine Erfahrung so mit den Eltern?

00:58:23: Wurde du das gut angenommen oder gab es da... ...das

00:58:25: war sehr verschieden.

00:58:25: Also das ist auch was und das hat sicherlich etwas mit meiner Westbiografie zu tun, was ich nicht so verstanden habe also dass da solche Vorbehalte waren.

00:58:36: Auch das habe ich gar nicht so wahrnehmen können, aber das war hier extrem.

00:58:38: Irgendwann hab' ich gedacht wahrscheinlich ist es für viele Familien so wie für mich, wenn jemand sagt oh das is ne Sekte, dann muss er mich davon fernhalten, dann ist das was beängstigend und da kann ich mich... also da habe ich einen emotionalen Bezug zu, das geht mir auch so Und die Familien hier Das gleiche Gefühl hatten, was wird da mit meinem Kind gemacht?

00:59:01: Genau.

00:59:02: Ja, da wird nichts gemacht mit dem Kinder.

00:59:03: Das ist ganz transparent und wenn ich das nicht will, dann muss ich mein Kind nicht anmelden.

00:59:07: Und dann gibt es auch nur Konflikte.

00:59:08: Deshalb müssen alle wissen okay wir...das ist also so drin!

00:59:11: Genau und dann habe ich auch etwas, worauf ich mich beziehen kann war wie wollen wir miteinander umgehen?

00:59:16: möchte ich also etwas was dieses die christliche Nächsten liebe?

00:59:21: ja dass hat ja was damit zu tun.

00:59:23: wie gehe ich mit meinem nächsten um?

00:59:24: das finde ich auch toll wenn sowas vorgelegt werden könnte.

00:59:28: Es hat auch Familien gegeben, die dann gesagt haben.

00:59:31: Irgendwann im Laufe der Zeit... Wir sind ja ehrlich gesagt nur gekommen weil wir woanders keinen Platz bekommen.

00:59:36: Aber ihr seid gar nicht so schlimm!

00:59:38: Ihr seid ganz normal!

00:59:41: Dann könntest du auch gerne mal raten wer das von dir sagt.

00:59:46: Jemand so beschrieben dass wenn viele Menschen aufeinander treffen von dem ich erwachsene muss ich da doch mal ein Kind tun mit.

00:59:52: Bist du mit auf dem Boden beim Kind?

00:59:54: Und kappst jetzt dich auch gerne von den Erwachsenen ab?

00:59:56: Tatsache,

00:59:57: ja!

00:59:58: Also Tatsacher sagt... Ja das

01:00:00: sagt eine Person aus unserem Kollegenkreis über dich, dass du dann gerne lieber den Fokus auf Kind setzt und darauf verzichten kannst was du dir erwachsen jetzt erzählst.

01:00:10: Ja vielleicht also das muss wohl so sein.

01:00:14: Kinder sind halt interessant.

01:00:16: Ich finde das schön mit Kindern in Kontakt zu kommen.

01:00:19: Aber

01:00:19: es ist auch total super für so ein Kind, dass da so zwischen den ganzen Erwachsenen stehen muss und dann kommt irgendwann der Rüttler am Arm oder so?

01:00:27: Es ist auch super wenn da jemand kommt und sich mal voll mit ihr beschäftigt!

01:00:30: Genau.

01:00:30: also vielleicht ist das genau die Situation, die das motiviert bei mir... Also während du das jetzt erzählst habe ich gedacht ja genau das ist eigentlich Bild, was ich da vor Augen habe.

01:00:41: Da steht so ein Kind dann da verloren und kann sich nur noch auf die eine Person beziehen.

01:00:49: Und ja, da könnte auch noch einer mehr im Raum sein.

01:00:51: Also passt auf jeden Fall super in deine Historie auch.

01:00:56: So, warte auf!

01:00:57: Bevorzugt man manchmal Kinder?

01:01:01: Ja... Also besser man macht es nicht oder man ist sich dessen bewusst.

01:01:06: Ich finde so, na klar!

01:01:08: Das ist doch wie bei Erwachsenen auch so... Es gibt Menschen die sind mir sympathischer als andere und ich erwarte aber eine von mir und von professionellen Fachkräften dass ich mir dieser Umstände dann bewusst bin und das ich damit umgehe.

01:01:26: Also ich habe ein einziges Mal gehabt, dass ich einen Kind also Gott sei Dank nicht In der Einrichtung, weil ich finde Kinder sind... Ich kann eigentlich immer was Lebenswertes an Kindern hätten.

01:01:39: Schwieriger finde ich es wenn ein Kind nicht gut riecht.

01:01:41: also ich bin sehr geruchsempfindlich.

01:01:43: Also ich habe einmal im privaten Bereich einen Kind gehabt.

01:01:46: mit dem war eine meiner Töchter befreundet.

01:01:49: Da habe ich mich immer angesprungen irgendwie und hab ich mir irgendwann, das war noch im Kindergartenbereich Und habe ich mir irgendwo eingestanden, ich kann das Kind nicht leihen

01:01:58: Ich

01:01:58: kann das nicht leiden.

01:01:58: Und dann... Was hat mir denn geholfen?

01:02:01: Auch an der Stelle zu wissen, okay ich kann dass nicht leidend.

01:02:04: Das heißt all die Kämpfe oder die Animositäten, die ich mache was ich diesem Kind übel nehme und was ich anderen Kindern nicht übel nehmen würde.

01:02:13: Das liegt daran, dass sich dieses Kind nicht mag.

01:02:15: Dann könnte ich auch wieder anders damit umgehen.

01:02:18: Hat

01:02:18: es sich danach

01:02:20: verbessert?

01:02:20: Ja, also kann passieren.

01:02:22: von Fachkräften erwarte ich im professionellen

01:02:24: Umgang.

01:02:25: Hattest du schon mal ein besonders schwieriges Kind?

01:02:27: Du du aber dachtest, es lohnt sich da dran zu bleiben?

01:02:31: Weil eigentlich ist das ein tolles Kind.

01:02:34: Ja mehrfach!

01:02:36: Ich finde es ist unsere Aufgabe zu gucken was brauchen diese Kinder?

01:02:41: und dafür braucht es Zeit und Raum und große Herausforderungen geliebt, wenn im Team die Bereitschaft da war hin zu gucken und zu gucken.

01:02:51: Was können wir tun?

01:02:52: Dieses Kind zeigt uns etwas mit seinem Verhalten und das müssen wir rausfinden.

01:02:56: Das hat sich oft gelohnt!

01:02:57: Man kann nicht die Welt retten aber manchmal hier unter

01:02:59: ein Stück davon.

01:03:00: Ja genau also ich meine ein Kind ist ja nicht einfach per se böse.

01:03:05: Wohl ich frage mich ob es das gibt.

01:03:08: Das ist für mich tatsächlich eine große Frage in dieser Welt.

01:03:12: Gibt es... Das Böse im Menschen.

01:03:15: Ja,

01:03:17: aber mal von den Eltern zu den Kindern.

01:03:19: Quart anderswo!

01:03:20: Von den Kindern zu den Eltern?

01:03:21: Was können Eltern tun damit sie sich beurteilt haben?

01:03:24: Sagen wir mal so...

01:03:26: Eine Menge!

01:03:27: Können Sie eine Menge

01:03:28: tun?!

01:03:30: Ich denke es ist wichtig wirklich in ein vertrauensvolles Verhältnis zu kommen.

01:03:36: und wenn das nicht da ist Dann ist die Andrufsfläche unglaublich groß.

01:03:43: Also dann, dann ist ja nichts gut genug und dann wird es auch wirklich anstrengend.

01:03:53: oder auch wenn Eltern sich nicht... also ich meine wenn Eltern eine Einrichtung wählen Dann wählen Sie da bestenfalls das Konzept.

01:04:02: Sie wählen diese Rahmenbedingungen dort vor Ort und wenn sie dann kommen und nicht damit zufrieden sind, dann muss man noch mal gucken kann man was daran verändern aber man kann nicht aus dem Kreisen Quadrat machen Das ist dann nicht und dann passt es eben nicht wenn Eltern nicht locker lassen können.

01:04:26: Das kann ich auch wertschätzen, weil das ist ja auch was Gutes.

01:04:30: Man muss ja irgendwie bis sich sein um etwas bewirken zu können.

01:04:36: aber irgendwann muss es auch mal gut sein und hier sind Fachkräfte die machen ihr's Und Eltern könnten sich auch immer noch zu entscheiden ihre Kinder selber zu betreuen.

01:04:45: Übrigens könnten Sie

01:04:46: das auch.

01:04:46: Ja, ja!

01:04:48: Das ist der Sache auch eine Frage, die ich mir aufgeschrieben habe.

01:04:50: Wie würdest du jetzt mal vorweggreifen?

01:04:51: Was würdest Du Eltern sagen wie vor Deiner Entscheidung stehen ihr Kind in der Krippe betreuen zu lassen und sich unsicher sind?

01:04:57: Ich bin zutiefst davon überzeugt dass das was Eltern ihren Kindern geben können in der krippe nicht passieren kann.

01:05:04: so also das heißt jetzt nicht, dass Krippenbetreuung schlecht ist.

01:05:07: aber mal ehrlich ne eins-zu-eins Betreuung ist einfach nichts zu toppen.

01:05:11: und eine eins zu eins Betreuung, also Mutter oder Vater Kind.

01:05:14: Und dann sind auch noch andere Kinder da weil das brauchen Kinder natürlich auch ist immer der bessere Rahm muss man einfach so sagen als dass was in der Krippe gegeben werden kann.

01:05:26: Also deshalb finde ich das schon ne gute Entwicklung wenn Kinder nicht so früh reingegeben werden.

01:05:32: Ich halte auch überhaupt nichts davon.

01:05:34: Tatsächlich wirklich gar nichts davon, dass Kinder eine Vorvollendung bis zum ersten Lebensjahrs in einer Krippe kommen.

01:05:42: Weil da denke ich wieder das System ... Die Rahmenbedingungen sind nicht gut für eine gesunde und gute Entwicklung dieser Kinder.

01:05:50: Also wenn Eltern die Möglichkeit haben, ihr Kind noch länger zu Hause zu betreuen im Krippenalter ... Wollt ihr mal sagen?

01:05:57: Macht das eine gute Idee!

01:05:59: Und es ist einfach... Eine Zeit, die kommt einfach nicht mehr wieder.

01:06:02: Ja?

01:06:03: Das ist so auch eine so freie Zeit!

01:06:05: Die kommt einfach nichts mehr wieder, das ist doch großartig.

01:06:08: und die miteinander zu verbringen wenn Kinder in einer Einrichtung sind und Eltern wieder berufstätig sind dann ist die Zeit die man miteinander verbringt so zu geringen, so klein.

01:06:17: Bist du durch Kinder oder Eltern an eine Belastungsgrenze gekommen?

01:06:21: Gab es schon mal Situation vielleicht im Kindergartenalltag?

01:06:24: Ich könnte jetzt ja eigentlich gerade einmal immer laut werden, wie auch immer.

01:06:29: Klar und das kann man auch nicht ausschließen.

01:06:32: Das sind nicht die Situationen in denen ich auf dich stolz bin.

01:06:35: aber na klar... Ich hatte es auch erlebt.

01:06:38: also ich habe auch viele verrückte Sachen erlebt und ich hab auch erlebt dass mir jemand im Elterngespräch mit der Polizei gedroht hat und ja doch das würde ich auch als Grenzerfachung beschreiben natürlich ...würde Sachen auch erlebt, wirklich wenn Eltern aus welchen Gründen dann auch immer... ...auch ausfällig geworden sind.

01:07:00: Das habe ich auch erlebt und dann ist es eine Grenze.

01:07:03: ja also in jedem Fall.

01:07:06: Und da war ich bestimmt auch nicht immer professionell in diesem Situation ganz gewiss nicht.

01:07:12: Es fasste einen an und Kinder werden Kinder mit ihrem Verhalten einfach den Rahmen springen und Wutanfälle haben.

01:07:24: Und die passieren während andere Kinder im Raum sind, also da entstehen Gefahrensituationen.

01:07:35: Da kommt man sehr an seine Grenze.

01:07:38: Genau das ist die Aufgabe, die bewältigt werden muss zu sein.

01:07:41: gibt es jetzt noch ein Weg dieses Kind in der Regel auch gründen, warum das so hochgeploppt ist und kann man hier darauf einwirken oder eben auch nicht.

01:07:54: Muss manchmal die Gitterbetreuung beenden an dieser Stelle dann weil es einfach den Rahmen springt.

01:08:00: Du meinst jetzt für den Tag?

01:08:01: Für

01:08:01: den Tag manchmal auch wenn das ein dauerhafter Zustand ist zu überprüfen was braucht dieses Kind eigentlich?

01:08:10: ja warum springt Immer wieder diesen Rahmen.

01:08:14: Es ist eine Regelbetreuung in der Kita, was braucht dieses Kind um sich gesund entwickeln zu können?

01:08:20: Und wenn es permanent im Stress ist in einer Ausnahmesituation und die anderen auch im Stress sind dann ist das auch in Verantwortung der Kita zu sagen so hier jetzt stopp.

01:08:31: und dass wir sind dafür verantwortlich, dass das Wohl der Kinder hier nicht beeinträchtigt oder gefährdet wird.

01:08:41: Nicht des einzelnen Kindes und auch nicht in der Gruppe.

01:08:44: Und das ist die Aufgabe.

01:08:46: und dann muss man halt mit den Familien ins Gespräch gehen um gucken was können wir denn gemeinsam dafür tun, dass es dem Kind wieder gut geht.

01:08:53: Möchtest du schon mal das Jugendamt oder eine andere Schutzstelle einschalten?

01:08:59: Ja da habe ich viel gelernt über die Jahre auch ne andere Sicht eben darauf zu bekommen, dass wenn solche Institutionen eingeschaltet werden also wenn eine Kinderschutzanzeige gemacht wird oder man sich im Kinderschuss an der Stelle befindet.

01:09:20: Man kann ja auch Familie mitnehmen und sagen hier es gibt einfach mal auch Phasen in dem Leben von Eltern wo sie vielleicht nicht in der Lage sind für das Wohl ihres Kindes alleine zu sorgen Also weil es auch vielleicht einfach außerhalb ihrer Macht steht.

01:09:38: Und dann ist es doch gut, dass wir in Deutschland Instanzen haben die man zur Hilfe holen kann.

01:09:44: Auch an dieser Stelle ist ja das Jugendamt in erster Linie bestrebt zu gucken wie kann man die Eltern unterstützen?

01:09:53: Hattest du das Gefühl das System funktioniert gut?

01:09:55: Ich kenne schöne und nicht-schöne Geschichten!

01:10:00: Im Kita Bereich generell finde ich Also habe ich da vornehmlich gute Erfahrungen gemacht.

01:10:07: Ja, würde ich sagen in dem Bereich in erster Linie guter

01:10:10: Frau.

01:10:11: Bist du schon mal Zweige davon geworden dass ein Kind entweder sich selbst oder andere Kinder unangemessen berührt?

01:10:21: Ist das normal?

01:10:21: Du meinst

01:10:22: jetzt so das Thema Doktorspielchen?

01:10:24: Naja es ist eben die Frage wo fängt ein Doktorschiel an und hört's auf?

01:10:28: auch da ist wieder Professionalität gefragt, das unterscheiden zu können.

01:10:35: Was ist normal in der sexuellen Entwicklung eines Kindes und was eines Menschen?

01:10:42: Und Kinder sind genauso sexuelle Wesen wie Erwachsene nur sie verstehen etwas anderes um so unterkindlicher Sexualität versteht noch was anderes als Unterwachsen an Sexualität muss man sich auch an dieser Stelle mit dieser Thematik gut befassen.

01:10:55: Wie könnte man jetzt Kindern im Kindergartenalter vermitteln, dass jetzt in den Körperteilen da hast du bei anderen nicht dran zu leben?

01:11:04: Ja also das ist eine Information die Kinder wissen sollten, also lernen sollten was sie auch in den Team-Bereichen sind.

01:11:15: aber nichtsdestotrotz ist ja das allererste, dass Kinderwissen sie dürfen nein sagen Und das fängt ja da an, wenn die Oma kommt und dem Kind einen Kuss geben will.

01:11:28: Nicht nur Will, sondern es einfach macht!

01:11:30: Das Kind will das nicht.

01:11:31: und was erlebt das Kind dann?

01:11:33: Wo sagen Eltern ist doch... Die Oma ist in Ordnung oder nicht in Ordnungen, wenn das Kind das nicht will.

01:11:38: Da muss eben Kinder brauchen Unterstützung, darf ich nein sagen.

01:11:46: Darf ein Krippenkind sagen, ich möchte jetzt nicht gewindelt werden von dir.

01:11:51: Ja, finde ich das.

01:11:52: Und dann ist hoffentlich jemand anders da, also der das machen kann wo das Kind mehr Vertrauen zu hat.

01:12:03: und ja grundsätzlich sollte ein Vertrauensverhältnis einfach da sein dass es überhaupt möglich macht überhaupt solche Intimhandlungen vorzunehmen.

01:12:11: und dann darf das Kind immer auch nein sagen und dann muss irgendwann die Erzieherin eben auch entscheiden.

01:12:17: na klar muss man auch wieder abwägen Hat das Kind jetzt vielleicht auch negative Folgen, wenn ich diese Windeln nicht wechsle.

01:12:30: Da gibt es dann ja auch eine Grenze.

01:12:31: aber darf ich nein sagen?

01:12:33: und dazu ist es auch gut.

01:12:36: also wir haben ja jetzt auch in alle unseren Kitas gerade wird die starke Kinderkiste Teil des Kinderschutzkundens.

01:12:44: Das ist ein Programm, um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen.

01:12:50: Um Kinder stark zu machen, nein zu sagen, ihren Körper zu kennen und die Grenzen anzuerkennen auch.

01:12:57: Und da gehört auch konstitutiv Elternarbeit natürlich dazu wo auch Eltern gestärkt werden darin.

01:13:06: Ja muss man da einfach gut mit

01:13:08: umgehen?

01:13:09: Aber noch mal zurück zu dem anderen Thema.

01:13:11: Ab wann wird denn dieses Thema mit der Selbstberührung auch für Kinder interessant?

01:13:15: Also wie kann man sich das vorstellen und wie macht es sich vielleicht den Kita-Alltag merken?

01:13:19: Das ist ganz verschieden, du hast Kinder die sich stimulieren, sie sind ein Jahr alt Und du hast ... Kinder, die sind fünf, sechs Jahre.

01:13:27: Also das zieht sich durch.

01:13:29: Auch das ist eine individuelle Entwicklung wie früh Kinder das überhaupt mitkriegen, dass sich das schön anfühlt an ihrem Körper.

01:13:43: Das ist einfach verschieden.

01:13:45: Findest du dein Gehalt fair?

01:13:47: Oder das einer Erzieherin eines Erziehers?

01:13:51: Nein!

01:13:52: Also wenn ich bedenke was für eine Verantwortung eine pädagogische Fachkraft trägt und was Menschen in der freien Wirtschaft bekommen Dann denke ich, nö.

01:14:04: Was ist daran fair?

01:14:05: Also da muss was passieren!

01:14:07: Macht ja auch den Beruf ein bisschen attraktiver.

01:14:10: Es geht nicht nur über das Geld.

01:14:11: Da müssen wir mehr Sachen passieren aber... Das ist eine nette Stellschraube bei der man zumindest stückweit merkt es ist ein angesehener Beruf.

01:14:25: Ich finde das eine schwierige Frage.

01:14:26: finde ich das Gehalt fair?

01:14:30: weil?

01:14:32: Ich bin hier ein Teil des Deals.

01:14:35: Also jemand bietet mir Arbeit an, ich biete meine Arbeitskraft an und dann gibt es dafür einen Gehalt.

01:14:42: deshalb kann man nicht sagen dass das fair oder nicht fair ist weil ich habe ja dazu gesagt hab er dann so einen Vertrag unterschrieben?

01:14:48: aber genau also ich habe den Beruf der Erzieherin.

01:14:58: Also ich habe keinen Beruf gemacht, weil ergriffen.

01:15:02: Weil ich gesagt hab was kann man da verdienen?

01:15:06: Sondern das was ich tagsüber mache womit ich mich vielleicht maximal acht Stunden am Tag beschäftige.

01:15:14: Das macht mir am besten richtig viel Spaß.

01:15:16: Wie stehst du zu Männern in diesem

01:15:18: Beruf?

01:15:18: Ja!

01:15:22: Herr damit Ich finde es toll.

01:15:27: Einfach generell ein Team.

01:15:32: je diverser es ist, desto gut.

01:15:34: Man kann viel mehr abdecken.

01:15:35: Wunderbar!

01:15:36: Wie ist unser Durchschnitt?

01:15:39: Haben wir pro Einrichtung eine männliche Kraft?

01:15:41: Ich

01:15:42: gehe gerade durch und ich denke fast nicht überall glaube ich.

01:15:49: Es gibt ja mehr als nur Männer auch

01:15:52: um die Realität herzustellen.

01:15:55: Aber weil die Frage jetzt quasi direkt darauf ausgelegt war?

01:15:58: Nein, ich finde also du hast nach Männern gefragt.

01:16:00: Also Männer decken einfach ein anderes Spektrum ab.

01:16:04: Kinder spielen mit Männern anders, Männer spielen anders mit Kindern und das kann man doch das bereichert einfach.

01:16:14: Mir total schwer fallen würde und das würde mich interessieren, wie es einer professionellen Fachkraft geht.

01:16:19: Irgendwann ist so eine Gruppe ja am Ende angelangt und wechselt in die Schule.

01:16:23: Und ich glaube ohne zu wissen mir wurde es das Herz brechen wenn wir dann gehen.

01:16:28: Ja was ist traurig?

01:16:30: Klar man isst in Beziehung mit den Kindern natürlich.

01:16:35: Es ist auch so dass sich das natürlich im Laufe der Zeit verändert.

01:16:38: also ein Kind was mit einem Jahr eingewöhnt wird Da gibt es eine ganz enge körperliche Beziehung natürlich auch, weil die ganz viel näher eben noch brauchen.

01:16:48: Weil man die noch ganz viel durch die Gegend mitunter auch tragen muss.

01:16:52: und das ist natürlich wenn ein Kind dann kurz vor der Einschulung steht, dann gehen sie ja auch mit wehenden Fahnen.

01:16:58: Ja, es hat viel loslassen aber das ist die Aufgabe für überhaupt, also loszulassen.

01:17:05: Aber es ist immer auch traurig.

01:17:07: Nicht selten Weinen erzieren und nicht selten Wein erzielen Eltern gemeinsam und die Kinder wissen überhaupt nicht, was

01:17:15: los ist.

01:17:16: Die denken endlich in der Schule!

01:17:17: Ja genau.

01:17:18: Pass

01:17:20: auf jetzt habe ich nur noch eine Sache und das mal gucken ob du das wieder erkennst aus deiner Tätigkeit als Erzieherin Dinge, die vielleicht von Eltern kommen oder Sätze, die von außen stehenden überall ziehe.

01:17:34: Ich bin gespannt.

01:17:35: Nicht mehr so hören kann!

01:17:37: Also wenn du zum Beispiel von jemandem von deinem Beruf erzählst, kommt dann eher sowas wie, ach, da würdest du also den ganzen Tag mit Kindern zusammen?

01:17:45: Muss ja unglaublich lustig und einfach sein, würde ich auch gerne mal machen.

01:17:49: Ja, also ich erinnere mich dass ich als ich nach Also als ich in der Krippe in Brandenburg gearbeitet habe, da kam irgendwelche Bauarbeiter und ich saß wirklich gerade also wir hatten neun Einjährige in dieser Truppe.

01:18:04: Wir waren zwei Fachkräfte Da und die Kinder waren gerade alle draußen.

01:18:11: Und wir haben uns eine Tasse Kaffee eingeschenkt, und uns haben uns da hingesetzt... ...und die Kinder spielten grade ganz schön.

01:18:18: Ja so ein Leben wie ihr möcht ich auch haben, hat er gesagt.

01:18:22: Und da habe ich gedacht, wir können gerne tauschen!

01:18:29: Den ganzen Tag mit dieser Truppe in Beziehung zu stehen.

01:18:36: Einmal Mörtel, der wehrt sich nicht.

01:18:39: Da gibt es auch keine Wiederborte und da stellt ihr ja auch keine Fragen.

01:18:46: Stimmt!

01:18:46: Hast du vielleicht nur deine Kollegen oder Kolleginnen?

01:18:50: Die Kita ist seit einer halben Stunde geschlossen eigentlich also du überziehst seine Zeit weil dein Kind dieses eine letzte Kind noch nicht abgeholt ist kommt wahrscheinlich häufiger vor.

01:19:04: Das finde ich eine bodenlose Frechheit, ehrlich gesagt.

01:19:09: Darüber habe ich mich immer extrem geadert vor allen Dingen wenn diese Eltern nicht angerufen

01:19:16: haben.

01:19:18: Also sich nicht jedem kann was passieren und wenn ich im Stau stehe dann... Ist das manchmal nicht vorhersehbar?

01:19:28: Manchmal ist es vorhersehebar, weil es nämlich Baustellen gibt die über Jahre an einer bestimmten Stelle sind.

01:19:34: Da muss ich verdammt auch mal rechtzeitig losfahren oder dass irgendwie anders organisieren.

01:19:40: Ausnahmen wie gesagt bestätigen die Regel.

01:19:43: Eltern, die sich nicht bewusst machen dass eine Erzieherin ein Erziehr auch ein Mensch ist und nämlich eine eigene Familie hat.

01:19:49: Und vielleicht das eigene Kind nicht rechtzeitig abholen kann, dass das hinten einen Ratenschwanz ist und es auch kostenverursacht, die einem keine da wieder gibt und Stress verursacht plus was auch immer.

01:20:05: ich finde es eine bodenlose Freche Und ich finde, es soll richtig viel Geld kosten.

01:20:11: Ich habe das einmal erlebt, dass ein Vater... ich glaube den war das gar nicht selber passiert aber der hat ... ich weiß nicht wie wir sind da irgendwie darüber ins Gespräch gekommen und dann was das für einen Rattenschwanz hat übrigens?

01:20:30: Da hat er ist er noch ein paar mal darauf zurückgekommen, weil er sagt darüber hat er nie nachgedacht dass wir auch einen Privatleben haben.

01:20:39: Wenn Eltern nicht verstehen was alles zum Job einer erziehenden Person gehört und dann der Meinung sind warum haben sie denn jetzt mein Kind immer noch nicht beigebracht alleine auf die Tolle Bezüge?

01:20:54: Ja nervt!

01:20:58: Genau also aber auch da immer wieder.

01:21:01: Ich finde, dass es Aufgabe von Fachkräften deutlich zu machen was unsere Aufgabe ist und was Kinder für ihre Entwicklung brauchen.

01:21:11: Und da können Eltern sind dazu da ihre Kinder zu lieben und gut in diesem Leben zu begleiten aber sie müssen kein pädagogisches Fahrzwissen haben.

01:21:24: ja die Fachkraft die muss das haben und dann muss man reden

01:21:27: Ja

01:21:27: und das ist doch toll.

01:21:29: also viele Eltern wollen das gerne wissen

01:21:31: Ja.

01:21:32: Wie würdest du Eltern begegnen, die da im Voraussetzen, dass du dem Kind jetzt per se der Trockenlernen beibringst?

01:21:37: Ich habe das schon immer bei den Kennenlerngesprächen gemacht, dass wir kein nicht von Sauberkeitserziehung reden sondern von Saubergkeitsentwicklung.

01:21:48: und schon gleich an dieser Stelle ein bisschen Wissen zu geben und das ist ja interessant für einen Elterninteressant.

01:21:53: Ist nämlich interessant!

01:21:56: Und dann entspannt sich mitunter schon mal in die Lage Und ich führe doch auch gerne als Elternteil, dass die Erzieherin meines Kindes guckt.

01:22:09: Wo steht das Kind?

01:22:12: Und unterstützt das was beim Kind da ist und liest die Zeichen so, ne?

01:22:17: Und es tun sie!

01:22:18: Wenn ich den Eindruck habe dann bin ich vielleicht auch da entstand... entspannt nicht immer Das ist ein Thema ganz bestimmt.

01:22:25: Ja, naja gut.

01:22:26: Da hatten wir ja... man ist halt Mensch und jeder Tag ist anders.

01:22:29: aber wichtigst du so zu Eltern die ihr Kind im Zweifel in die Kita bringen?

01:22:34: Und das Kind erscheint etwas matt vielleicht auch krank und dann quasi so voll hier stehen und sagen ob es jedenfalls noch alles gut oder dann kommt irgendwann der Anruf also jetzt ist hier wirklich Fieber.

01:22:45: Du musst dein Kind abholen.

01:22:46: Also heute Morgen war alles in Ordnung!

01:22:49: Muss man wegdrücken?

01:22:52: Ja, natürlich ist da eine Emotion.

01:22:57: Ich finde auch da wieder was hilft.

01:23:01: Eltern wollen ihren Kindern ja nicht schaden aber Eltern haben Druck und wenn Eltern klar sind dem Kind geht es nicht gut Und das Kind braucht einen anderen Rahmen.

01:23:12: Auch da ist es wieder Aufgabe der Fachkraft.

01:23:15: Klar zu machen, was braucht das Kind jetzt?

01:23:17: Das Kind braucht jetzt gerade etwas anderes als das, was wir ihm hier bieten können.

01:23:21: Das fühlt sich nicht gut und was braucht's dann um gut durch den Tag kommen oder vielleicht nicht noch kränker zu werden?

01:23:29: Also das ist auch ein bisschen ein Tanz mit den Eltern an manchen Stellen.

01:23:35: aber vor allem auch das ist Information.

01:23:39: Was brauchen kranke Kinder?

01:23:41: Und dann muss man wieder fokussieren aufs Kind, was braucht es.

01:23:49: Ich nehme das nicht an.

01:23:49: Genau!

01:23:52: Also gibt's vielleicht auch, weiß ich nicht Eltern so unter der Hand versuchen klarzumachen... Es wäre jetzt schön wenn aus meinem Kind ein bisschen speziell erachtet wird.

01:24:03: Weil es hat vielleicht noch ein zwei Bedürfnisse mehr.

01:24:08: Kann man da was machen?

01:24:11: Ich finde, dass es das gute Recht von Eltern ist.

01:24:16: Zu hoffen... ...dass ihr Kind immer gut im Blick ist.

01:24:19: Ja!

01:24:20: Aber besonders gut im Blick im Vergleich zu den anderen elf zwölf, fünfzehn, keine Ahnung.

01:24:26: Das

01:24:26: finde ich nicht in Ordnung.

01:24:27: Also besonders gutem Blick als ich meine wie sollen sie das auch hinkriegen können?

01:24:32: Sie nicht ne aber die Erwartung an sich dies doch total berechtigt wäre ja auch Übrigens grob fahrlässig, wenn ich diesen Anspruch nicht

01:24:42: hätte.

01:24:43: Ja?

01:24:44: So macht schon der Bauch nicht so viel Aufmerksamkeit.

01:24:49: Also ich finde es gar nicht, wenn das so an mich herangegetragen werden würde... Das springt gleich in Gerichtigkeitsdinge auch in mir an.

01:24:59: Ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen sollte!

01:25:03: Also Kinder haben zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Bedürfnisse und da muss man auch drauf gucken.

01:25:08: Und ein Kind, was da gerade einen besonderen Bedarf zeigt dem möchte ich mich auch stellen.

01:25:16: Da finde ich dann die Kinder und Eltern den Anspruch darauf.

01:25:22: aber dann gibt es wieder Zeiten wo es andere mehr.

01:25:24: also wenn das so etwas wechselseitig ist, dann finde ich das super.

01:25:27: Gibt's ja manchmal auch Sachen wie grade in der Druckenwertphase?

01:25:33: Ja, eigentlich ist es doch jetzt seit zwei, drei Wochen trocken.

01:25:37: Verstehe ich nicht was da jetzt schief gelaufen ist.

01:25:39: Na klar!

01:25:39: Gerade an der Stelle.

01:25:40: Auch da heißt das wieder Informationen geben oder?

01:25:43: Das ist ja der klassische Fall nach den Sommerferien und die Kinder trocken geworden.

01:25:49: Dann kommen, räumen alle Windeln ab und brauchen das nicht mehr und das Kind ist jetzt trocken.

01:25:57: super offen

01:25:57: Freuen wir uns, dass das Kind trocken ist.

01:25:59: Wir freuen uns in der Kita auch darüber.

01:26:02: aber im Sommerurlaub mit voller Aufmerksamkeit der zwei begleitenden Elternteile vielleicht war die Oma noch dabei und egal wie auch wenn nur ein begleitetes Elternteil dabei ist ja kriegt das Kind wirklich viel Aufmerksamkeit und da kann man auch schnell auf die Zeichen des Kindes reagieren.

01:26:22: Das kann man im Kitaalltag nicht.

01:26:24: Zum einen so, wenn das Kind eben doch noch da Unterstützung braucht und zwischendurch mal ein Hinweis.

01:26:29: Und Kinder selber... Also wie arbeiten?

01:26:32: Das ist einfach anstrengend!

01:26:34: In der Kita muss ich auch noch in... Ich muss auch willens sein mein Spiel zu unterbrechen.

01:26:41: Es gehört ja nicht nur eine physische Entwicklung, es ist ja auch eine psychische Entwicklung an dieser Stelle.

01:26:46: Da waren die Rahmenbedingungen zu Hause anders als in der Kita.

01:26:48: Dann

01:26:50: würde mich keine Sache interessieren.

01:26:51: noch zu dem Windelthema.

01:26:53: Es gibt ja auch viele Eltern, die Stoffwände nutzen?

01:26:57: Würdet ihr das als Einrichtung unterstützen?

01:27:00: Also in der Einrichtungen, die ich gearbeitet habe, haben wir das

01:27:04: gemacht!

01:27:04: Ja

01:27:05: und ich finde dass es auch etwas wo man miteinander reden muss Wo Eltern dafür sorgen müssen, dass alles

01:27:18: da ist

01:27:20: Auch alles da ist, wo ich das entsorge oder aufbewahre weiter.

01:27:26: Und dass es für alle angenehm bleibt auch von den Gerüchen.

01:27:33: So ja, das ist wichtig und gibt es einen gemeinsamen Weg an der Stelle zu finden.

01:27:40: Aber wenn man jetzt mal so ein Schwerschnitt zieht eigentlich kann man festhalten am wichtigsten ist es untereinander im Gespräch zu bleiben.

01:27:47: Für Verständniszusorgung auf beiden Seiten Und dann kann so ein Kita-Alltag für alle Beteiligten eigentlich wirklich eine bereichernde Erfahrung sein.

01:27:57: Am meisten fürs Kind und am Ende müsste das ja auch im Fokus stehen.

01:28:01: Ja, auf jeden Fall.

01:28:02: Und

01:28:03: man hat vielleicht als Rundenabschluss... Also es gäbe vielleicht

01:28:09: auch andere?

01:28:10: Aber genau!

01:28:11: Das ist jedenfalls für eine gelingende Zusammenarbeit und für ein gelingendes Zusammenleben ist Kommunikation einfach total wichtig.

01:28:23: Aber es ist halt ein spezielles Feld,

01:28:26: wo viele

01:28:27: Parteien zusammenkommen und diese Parteien ja auch durch Regularien noch bestimmt sind.

01:28:32: teilweise und das macht es besonders schwierig und in manchen Dingen gibt's aber auch einen guten Rückhalt wenn man dann aus sich auf was Beziehen kann auch.

01:28:40: Und wenn alle den gemeinsamen Blick aufs Kind haben, ist doch super!

01:28:43: Da treffen sie sich an der richtigen Stelle und wo alle ganz engagiert

01:28:51: sind.

01:28:51: Wunderschön!

01:28:52: Vielen vielen Dank.

01:28:53: Danke für deine Vorbereitung.

01:28:55: also das fand ich halt auch ganz... Das hat mich ja ein bisschen aufgeregt.

01:29:01: Ein spannender Blick in das Leben von Ulrike Junge die als Gitarfachberatung und in einer Mitarbeitervertretung

01:29:06: arbeitet.

01:29:06: Früher war sie Erzieherin, Gieterleitung und auch mal Pastorin.

01:29:10: Ich finde es besonders spannend zu sehen wie manchmal verschiedene Wege doch am Ende zu einem gemeinsamen Weg führen können.

01:29:16: Mitgenommen habe ich für mich auf jeden Fall dass ich nicht überanstrengend als Mutter bin wenn ich mich darum sorge wie mein Kind in der Kita aufgehoben

01:29:22: bin.

01:29:22: Dass sich aber

01:29:23: auch immer mal versucht den Perspektivwechsel

01:29:25: zu bekommen

01:29:26: um zu sehen Wie Erziehern eigentlich arbeiten unter welchem Druck sie stehen können Und was alles so zu diesem Beruf gehört Dann nicht nur ich gebe dort meinen kind ab sondern viele andere Eltern auch.

01:29:36: Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr hört auch beim nächsten Mal wieder zu.

01:29:38: Wir treffen uns wieder am dritten April mit Olli Brückner, er ist auch Arzt hier aber arbeitet in der Jugendhilfe.

01:29:45: was genau das heißt.

01:29:46: erfahrt ihr dann.

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